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Mit gutem Gewissen genießen

Mit der glücklichen Weihnachtsgans gegen den Welthunger

Pressemitteilung vom 10. Dezember 2009

 

Für billiges Kaninchenfleisch, Gänseleberpastete aber auch andere Festtagsgerichte, werde der eigentliche Preis von den Tieren gezahlt, aus denen sie gemacht sind, so der Verein Achtung für Tiere – Für Freunde in Not e.V..  Den Überresten auf unseren Tellern sehe man nicht mehr an, dass jedes Tier mit dem Bedürfnis nach Gesundheit, Freude und Freiheit auf die Welt gekommen sei.

 

Angesichts verführerischer Speisedüfte sei uns nicht bewusst, dass die meisten der getöteten Tiere das Gefühl der warmen Sonne auf Fell oder Gefieder nie genießen durften. Dicht gedrängt müssten sie schmerzhafte Zuchtschäden und schwere Verletzungen ertragen. Mehrmals täglich seien Gänse für die Produktion einer Fettleber dem qualvollen „Stopfen“ ausgeliefert. Mit einem langen Rohr, direkt in die Speiseröhre gesteckt, werde ihnen das Mehrfache dessen zwangsgefüttert, was sie freiwillig aufnehmen. Kaninchen müssten auf Drahtgitterrosten sitzen, oft mehrfach übereinander gestapelt. „Wie sehr auch Schweine und Kälber für die Fleischproduktion leiden, weiß eigentlich fast jeder. Da wir die Leiden der Tiere aber nicht sehen, habe auch ich sie lange Zeit lieber verdrängt“, gibt Schriftführerin Frauke Albersmeier zu.

 

Der Verein bittet Tierfreundinnen und Tierfreunde, Weihnachten auch an die Tiere zu denken. „Die Auswahl fleischfreier Delikatessen ist riesig geworden,“ weiß Frauke Albersmeier. „Wir feiern unsere Vereinsfeste fleischfrei – und lecker. Man weiß oft gar nicht, was man zuerst probieren soll.“ Aus dem umfangreichen Angebot können ausgesprochen schmackhafte Gerichte zubereitet werden. Der Einsatz entsprechender Gewürze sorge zusätzlich dafür, dass man Fleisch überhaupt nicht vermisse. Die große Zahl fleischfreier Alternativen, Würstchen, Bratstücke, Bolognese, Falafel, Gyros, Curry, Weizensalami aber auch Soja- oder Hafersahne zum Veredeln von Saucen, eifreie Mayonnaise, Karamellpudding und Sojajoghurt sind nur wenige Beispiele für schmackhafte und gesunde Nahrungsmittel.

 

Aber auch wer Fleisch essen wolle, könne viel dafür tun, dass den Tieren Leiden erspart bleiben, und bei Landwirten kaufen, die ihre Tiere möglichst artgerecht halten und sie möglichst stressarm töten lassen.

 

Vegetarier und Veganer litten allerdings seltener z.B. unter Übergewicht, Diabetes, Darmkrebs und hohen Cholesterinwerten. Es sei in jeder Hinsicht eine bewusste Überlegung wert, ob man wirklich will, dass ein Tier für ein kurzes Geschmackserlebnis getötet wird. „Für mich war die Umstellung auf fleischfreie Ernährung kein „Verzicht“, sondern in jeder Hinsicht ein großer Gewinn,“ freut sich die Tier- und Menschenfreundin. Mit dieser Ernährung könnten nämlich zudem zehnmal mehr Menschen ernährt werden. Das wäre ein wichtiger Beitrag zur Lösung des Welthungerproblems.  

 

Achtung für Tiere widmet sich der Versorgung von Tieren mit Handicap, sowie der Aufklärung und Abschaffung von Tierleid generell. Am kommenden Samstag von 10.00 bis 16.00 Uhr  wird ein Infostand in der Gütersloher Fußgängerzone vor Apollo-Optik aufgebaut. Die Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen sich über die Vereinsarbeit zu informieren.

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