Presse > Pressemitteilungen > Waldgottesdienst für Mann und Maus - 13. September 2011

„Die Sonne lacht uns, weil Gott selbst zustimmt…“

Volle Kirchenbänke beim Waldgottesdienst für Mensch und Tier

Pressemitteilung vom 13. September 2011
  
Tierfreundinnen und Tierfreunde aus OWL, auch in Begleitung ihrer Hunde, füllten die Kirchenbänke beim diesjährigen Gottesdienst für Mensch und Tier in der Bielefelder Waterbör. Auch Pferde waren dabei. Pfarrer Armin Piepenbrink-Rademacher von der StadtKirchenArbeit und die Mitglieder des Gütersloher Vereins Achtung für Tiere hatten zum Gottesdienst geladen, in dessen Zentrum die Verantwortung der Menschen für ihre Mitgeschöpfe stand.
 
Zehn- bis zwölfjährige Schülerinnen und Schüler aus Gütersloh spielten Szenen aus „Krümels Reise“, einem Theaterstück über die Maus Krümel und andere Tiere, die von Menschen z.B. für Tierversuche benutzt werden. Ernsthaft, mit viel Einfühlungsvermögen, doch auch mit Augenzwinkern hinterfragten die „Tiere“, was die Menschen mit ihnen anstellen. Maus Jerry nahm die Menschen in Schutz: „Ich glaube, sie wissen nicht, wie viel wir gemeinsam haben. Auch wir leiden in Gefangenschaft, unter Schmerzen und Angst. Wir spielen gerne mit unseren Freunden und kümmern uns liebevoll um unsere Kinder.“ Krümel bat: „Bitte helft uns. Wir sind nicht schuld an Euren Krankheiten. Wir wollen frei sein und leben, wie Ihr.“
 
Robert, Luca und Marie sind in der Jugendgruppe von Achtung für Tiere „…weil Tiere auch wichtig sind. Sie können sich nicht wehren und brauchen unsere Hilfe. Und weil es hier viel zu lachen gibt. Wir unternehmen tolle Dinge und lernen vieles, was wir in der Schule nicht lernen.“
 
Bernhard Auge vom Weimarer Jazz-Trio sorgte mit dem E-Piano für den optimalen musikalischen Rahmen und wurde teilweise von Pfarrer Piepenbrink-Rademacher mit der Gitarre begleitet. Piepenbrink-Rademacher nahm die Motive der Kinder auf, erinnerte an das Lebensgeschenk Gottes, welches dieser auch den Tieren macht. „Ich bin sicher, dass es ganz und gar im Sinne Gottes ist, der alles, was lebt, geschaffen hat, dass wir eben alles, was lebt, achten und fair mit ihm umgehen.“
 
Unter Berufung auf Albert Schweitzers zentrales Anliegen, Ehrfurcht vor dem Leben, machte Piepenbrink-Rademacher deutlich, dass Schöpfungsverantwortung ein Auftrag Gottes an die Menschen ist. „In der Bibel heißt es: Und Gott sah an alles, was er geschaffen hatte - und siehe es war sehr gut. Antworten wir ihm darauf so gut wir können mit dem Schutz und der Achtung der ganzen Schöpfung!“
 
Petra Czok aus Gütersloh war begeistert: „Es war toll – eine fesselnde Mischung aus Nachdenklichem und Fröhlichkeit. Ein moderner Gottesdienst mit tollen Liedern und toller Musik, der mit seiner Begeisterung für die Sache der Tiere ansteckte. Und die Gemeinde reagierte, ging mit und sang schwungvoll Lieder wie  „Jeder Teil dieser Erde…““
 
Erst nachdem alle auf dem Heimweg waren, fing es an zu regnen. Pfarrer Piepenbrink-Rademacher nahm den Sonnenschein als ein Zeichen der Zustimmung. Infos unter www.achtung-fuer-tiere.de oder 05241/238467.

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