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Verbrechen an Wehrlosen

Pressemitteilung zum Welttierschutztag, 4.Oktober 2014

Anlässlich des Welttierschutztages erinnerte der Verein Achtung für Tiere e. V. mit einer Mahnwache an über 3 Millionen Tiere, die allein in Deutschland jährlich bei Experimenten leiden und sterben. „Ein Nutzen oder gar eine Notwendigkeit von Tierversuchen konnte bis heute nicht nachgewiesen werden. Allerdings sind schon viele Menschen an im Tierversuch getesteten Therapien gestorben“, meint Astrid Reinke, Tierärztin und Vorsitzende des Vereins.

Die Jugendlichen von Achtung für Tiere e. V. hatten Holzkreuze gebaut, auf denen stand, wie viele Tiere 2012 in deutschen Laboren getötet wurden, so z.B. 2.612 Hund, 97.236 Kaninchen, 863 Katzen oder 2.243.469 Mäuse. „Wer seinen Hund absichtlich vergiftet, dem droht Haftstrafe. Wenn ein Wissenschaftler einen Hund absichtlich vergiftet, dann winken ihm dafür Steuergelder. Für den Hund ist es immer ein qualvoller Tod, egal wo, egal warum.“ war auf einem Plakat zu lesen. Ein Mahnmal mit Grablichtern, weißen Rosen und Fotos von Tieren machte viele Passanten nachdenklich. Manche trugen sich in ein Kondolenzbuch ein. Aufmerksamkeit erregten die Aktivisten auch, als sie sich als Tier verkleidet in einen engen Käfig quetschten.  Viele Bürger sprachen ihre Anerkennung für die Aktion aus.

Laut Reinke fließen Milliarden Steuergelder in grausame Forschung, die den medizinischen Fortschritt aufhalte. Die Entwicklung tierschonender Forschung führe hingegen ein Schattendasein. Allein der Bau des Maushauses der Uni Bielefeld kostete den Steuerzahler beispielsweise 4,3 Millionen Euro. Löhne für Mitarbeiter, Gerätschaften, Tiere, Futter uvm. kämmen hinzu. „Man bekommt Tierversuche genehmigt, wenn man ein hehres  Ziel in Aussicht stellt. Weder Durchführung von Tierversuchen noch Nutzen werden derzeit von unabhängiger Stelle wirksam überprüft!“

Reinke moniert auch, dass die tatsächlichen Qualen, die Tiere in Laboren erleiden, geheim gehalten würden. Sie würden nicht von staatlichen Organen bekannt gemacht, sondern von Tierschutzseite aufgedeckt, zuletzt jene am Max-Planck-Institut Tübingen, welches derzeit in den Medien für Aufsehen sorgt. „Tiere besitzen die gleichen körperlichen Strukturen wie Menschen, die sie Schmerzen und Leiden auch vergleichbar spüren lassen“, erinnert die Tierärztin. „Wüssten die Bürger, wie wenig Tierversuche bringen, wie viel Schaden sie anrichten und wie sehr die Tiere leiden, dann wären sie längst abgeschafft.

Im eigenen Interesse und jenem der Tiere sollte jeder Mensch etwas für die Abschaffung von Tierversuchen tun. Wir bitten Tierfreundinnen und Tierfreunde in der Region um Unterstützung bei unserer Arbeit!“

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