Presse > Pressemitteilungen > Verborgenes Tierleid für Steuergelder - 07. Oktober 2013

Verborgenes Tierleid für Steuergelder

Protest gegen Tierversuche

Pressemitteilung vom 07. Oktober 2013
 
Anlässlich des Welttierschutztages beleuchtete der Verein Achtung für Tiere e. V. am Samstag in der Bahnhofsstraße das wenig beachtete Schicksal von Tieren im Labor. „Die Quälerei der Tierversuche passiert im Verborgenen“, kommentiert Astrid Reinke, Tierärztin und Mit-Gründerin des Vereins. „Obwohl wir alle sie mit unseren Steuern bezahlen müssen, wissen viele Menschen oft nicht einmal um Tierversuche in ihrer eigenen Stadt. Auch an der Uni Bielefeld werden Tierversuche gemacht. Allein die Baukosten für das Mäusehaus betrugen 4,3 Millionen Euro.“

Passanten kamen wissbegierig an den Stand. Viele unterschätzten die Tierzahlen. Tatsächlich sterben fast 3 Millionen Tiere pro Jahr in Deutschland im Labor. „Wir brauchen Transparenz. Tierversuche müssen öffentlich werden. Studien belegen mangelnde wissenschaftliche Qualität, Schädlichkeit und Nutzlosigkeit tierexperimenteller Arbeiten“, so Reinke. Sie erinnert an die schrecklichen Folgen von Contergan, TGN1412 und anderen im Tierversuch getesteten Medikamenten. „Unsummen werden z. B. für erfolglose Alzheimerforschung an Tieren und in vielen anderen Bereichen verschwendet.“
Eine Passantin kommentierte nachdenklich: „Ich spaziere jetzt nach Hause - zu meinen Katzen, die behütet leben. Tiere im Labor haben keinen Ort, an den sie fliehen könnten. Sie leiden ohne Unterlass, bis zum Schluss.“ Dagegen engagieren sich auch Mädchen und Jungen der Jugendgruppe von Achtung für Tiere. „So jung an Jahren – und schon so aktiv für Tiere, toll“, staunte eine Seniorin. Wer sich für Tiere stark mache, bekäme zunehmend Rückenwind, sagt Reinke. „Längst überfällig, denn die Empfindungsfähigkeit von Hund, Katze, Maus ist wissenschaftlich bewiesen. Politik und Gesetze hinken da meilenweit hinterher.“ Zum Glück machten viele junge Menschen bei gesetzlich legitimierter Tierquälerei nicht mehr mit.
Ein bunter Ziervogel flüchtete instinktsicher an den Stand der Tierschützer. Mit vereinten Kräften stellten Chiara, Ayen, Antonia und die Tierärztin den erschöpften kleinen Bittsteller sicher, der sogleich ins hiesige Tierheim gefahren wurde. Am Ende waren sich alle Beteiligten einig, dass kreativer Protest ein tolles Mittel gegen Ohnmachtsgefühle ist und zuversichtlicher in die Zukunft blicken lässt.
Achtung für Tiere e.V. versorgt mithilfe freiwilliger Spenden und viel Ehrenamt 20 Tiere mit Handicap bis an ihr Lebensende und engagiert sich für Fairness gegenüber allen Tieren. Wer helfen möchte, findet Infos unter www.achtung-fuer-tiere.de, Tel 05241-238467.

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