Presse > Pressemitteilungen > Tierschutzspaß bei Hund und Katz' - 29. Juli 2010

Pressemitteilung vom 29. Juli 2010

Tierschutzspaß bei Hund und Katz'

Was bedeutet es, 20 Jahre Verantwortung für eine Katze zu haben? Ist ein Umzug eine gute Ausrede, um einen Hund ins Heim zu geben? Die 13-jähirge Celina war zu den Ferienspielen gekommen, weil sie viel über Tiere wissen will: "Wir sollten Tiere schützen, weil Tiere und Menschen in vielen Dingen eigentlich gleich sind."

"Die Kinder waren überwältigend engagiert", kommentiert Frauke Albersmeier die Ferienspiele von Ärzte gegen Tierversuche und Achtung für Tiere in der Melanchthonstraße. "Sie wollten ganz viel lernen und etwas gegen Tierleid unternehmen." Robert (12) drückte es so aus: "Einiges wusste ich schon und das, was ich über Tiere, Tierversuche und Zirkus dazugelernt habe, hat mir weitergeholfen."

Es gab Vorträge und Filme, Ausflüge an die Dalke mit den Hunden Bilbo, Ayse und Luzi und ein Handpuppenstück, in dem Tiere im Zirkus erzählten, was ein Leben in Käfigen, Anhängern, Zelten und Ketten, mit Dressur und auf Reisen für sie bedeutet. "Ein ganz trauriges Thema, aber die Kids haben mit ihren witzigen Ideen unser Stück total aufgepeppt," findet Oberstufenschülerin und Betreuerin Alexa Potthoff. "Es waren meine ersten Ferienspiele. Als Kind war ich im Zirkus, weil ich nichts über das Leid der Tiere dort wusste."

Tierärztin Astrid Reinke von Ärzte gegen Tiersuche war für aktuelle wissenschaftliche Studien zuständig: Die hätten nachgewiesen, dass Ergebnisse aus Tierversuchen oft keinen Nutzen für kranke Menschen, sondern Schaden brächten. Eine andere Studie habe aufgedeckt, dass viele Hunde, Kaninchen, Schafe und andere Tiere auch nach schwersten Operationen keine Schmerzmittel erhielten.

Simon Anhut, Betreuer und  Psychologiestudent, erklärt: "Wer selbst in Tierleid verwickelt ist, zeigt das nicht der Öffentlichkeit. Die wenigsten Menschen wollen aber, dass Tiere leiden. Ich möchte, dass sich Kinder und Jugendliche auf Basis altersgerechter Informationen eine eigene Meinung bilden können."

Die Kinder schlossen schnell Freundschaften untereinander. Auch den großen, ungestümen, einäugigen Bilbo schlossen alle ins Herz. Die Verbindung von Bildung, Tierschutz, Wissen und Spaß motiviert Kinder enorm. In kürzester Zeit entstanden über 30 ausdrucksstarke Bilder für eine Ausstellung. Alle Kinder waren von der Idee einer Tierschutz-Jugendgruppe begeistert. Achtung für Tiere plant, mit Beginn des neuen Schuljahres eine solche anzubieten.

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