Presse > Pressemitteilungen > Tierschutzferien mit Bilbo, Robby und Co. - 29. Juli 2011

Tierschutzferien mit Bilbo, Robby und Co.

Lernen und Spielen bei Tieren mit Handicap

Pressemitteilung vom 29. Juli 2011
 
Über 90 Kinder hatten sich bei den Vereinen Achtung für Tiere und Ärzte gegen Tierversuche für die Ferienspiele „Tierschutz-Diplom“ und „Sprache der Hunde“ angemeldet. 20 Plätze wurden verlost. Bildungsprojekte zu Tierschutzthemen seien Mangelware, sagt Tierärztin Reinke, die das Projekt leitet, und erklärt: „Die vorsichtige Begegnung mit einer scheuen Katze, mit Kater Robby oder der gelähmten Hündin Luzi macht schnell deutlich, dass Tiere ähnlich fühlen wie Menschen.“ Dylan, 10 Jahre, bringt es auf den Punkt: „Menschen sind ja auch Tiere. Wir sind schließlich verwandt!“
 
Es ging um Hunde, Katzen, Meerschweinchen und Kaninchen, um Tierversuche, Zirkus und die Verständigung zwischen Mensch und Tier. Reinke, in beiden Vereinen aktiv, ist beeindruckt vom Eifer und Durchhaltevermögen der Kinder. „Die Kinder wollten ganz viel wissen. Es ist ihnen ernst mit dem Wohl der Tiere.“ Filme, Vorträge, den Umgang mit Tieren üben, Plakate und die Anfertigung eigener Tierschutz-Buttons ließen keine Langeweile aufkommen. Als Höhepunkt wurde Eltern und Geschwistern das Handpuppenstück „Krümels Reise“ über die Erlebnisse einer kleinen Maus vorgeführt. Svenja fand: „Das Theaterstück hat total Spaß gemacht.“ Eltern und Großeltern spendeten begeistert Applaus.   
 
Achtung für Tiere versorgt Vierbeiner, die wegen Krankheit, ihres Aussehens oder Verhaltens im Stich gelassen wurden. „Toll, dass die Tiere überall dabei waren“, findet Alina. „Es könnte ein paar Tage länger sein. Es gibt hier viel Arbeit, ich möchte mich gerne weiter um die Tiere kümmern.“ Wer anfangs Sicherheitsabstand zur hyperaktiven Schäferhündin Lina hielt, wird überrascht: „Lina ist ja total süß!“ meint Emma, nachdem die ihr das erste Leckerchen von der flachen Hand genommen hat. „Unsere Große offenbart ihr freundliches Wesen erst nach und nach…“ entschuldigt Frauke Albersmeier von Achtung für Tiere.
 
Das Projekt vermittelt Wissen und Einfühlungsvermögen. „Nur Menschen, die wissen, wie Tiere sind, was mit ihnen angestellt wird und dass z.B. bis heute nicht nachweisbar ist, dass Tierversuche Menschen nutzen, können sich verantwortlich entscheiden. Transparenz ist das Mindeste, was wir in der Demokratie verlangen sollten“, findet Reinke. „Diese Kinder wissen jetzt auch, dass wir Tierversuche mit den Steuern bezahlen müssen.“ Albersmeier ist sehr zufrieden: „Die Kinder waren spitze! Auch ihre Begeisterung motiviert uns, für die Tiere weiterzumachen. Und unsere Jugendgruppe wird wohl Zuwachs bekommen.“

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