Presse > Pressemitteilungen > Tierschutz mit Schmusewolf - 16. August 2012

Tierschutz mit Schmusewolf

Pressemitteilung vom 16. August 2012
 
Lina fixiert ihre Beute. Den Blick fest auf das Objekt der Begierde gerichtet, spurtet sie über die Wiese. Ein letzter kraftvoller Sprung und – der gelbe Ball gehört ihr! Was für andere Hunde selbstverständlich ist, macht bei der großen Schäferhündin eine unglaubliche Genesung und Erziehungsleistung deutlich.
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Lina war von dem Verein Achtung für Tiere übernommen worden, um dort behütet sterben zu können. Wegen diverser Handicaps bewegte sie sich nur noch wie ein Kaninchen hoppelnd vorwärts und zeigte erhebliche Verhaltensauffälligkeiten. Doch seit einiger Zeit kann auch sie bei Tierschutzaktionen für Jugendliche mit dabei sein. Im Ferienspielprojekt „Tiere schützen und verstehen – das Tierschutzdiplom“ beschäftigen sich zehn Jungen und Mädchen drei Tage lang mit Tierschutz und Tieren mit Handicap.
 
Enny Fiedler (11) kennt die nervöse Lina schon von den Oster-Ferienspielen. „Sie hat große Fortschritte gemacht“ fällt ihr auf. „Sie beruhigt sich jetzt viel schneller wieder.“ Frauke Albersmeier, stellvertretende Vorsitzende des Vereins, kommentiert: „Einige Tierärzte hatten uns nahe gelegt, die junge Hündin töten zu lassen. Wenn ich unseren Schmusewolf mit den Kindern herumtoben sehe, wird mir erst richtig bewusst, welche positive Entwicklung dieser Hund durchgemacht hat. Sie ist eine fröhliche Freundin für Mensch und Tier.“
 
Achtung für Tiere vermittelt Wissen über Tiere und Tierschutz und Anreize für eigene Aktivitäten. „Wir retten nicht nur Hunde und Katzen, sondern engagieren uns auch für Tiere, die unter der Nutzung durch Menschen leiden. Viele Kinder und Jugendliche haben Mitgefühl mit diesen Tieren, fühlen sich aber hilflos. Wir zeigen ihnen, dass jeder Mensch, egal wie alt er ist, helfen kann, Tierleid abzuschaffen“, erläutert Albersmeier. Ferienspiel-Teilnehmerin Laura Mikat (11) meint dazu: „Ich finde, Tiere haben auch ein tolles Leben verdient. Dafür müssen wir uns einsetzen. Gut, dass wir hier auch viel über Tierversuche gelernt haben und über tierversuchsfreie Forschung.“
 
Ihr „Tierschutzdiplom“ verdienen sich die Kinder mit einem Handpuppentheater, dem rücksichtsvollen Umgang mit den Tieren, der Lösung von Tierschutzfragen am „Quizrad“ und vielem mehr. Am letzten Tag gibt es ein vegetarisches Bio-Frühstück. Frauke Albersmeier erklärt: „Wir bitten immer um Feedbacks. Ein Kind schrieb z. B: „Mir hat es sehr gefallen, weil wir so schöne und viele Dinge gemacht haben, die Zeit war viel zu kurz, alles, alles Gute…“ Wir haben uns über das repräsentative Urteil und die freundlichen Wünsche sehr gefreut.“

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