Presse > Pressemitteilungen > Pferde sind keine Maschinen - 10. Juni 2019

Pferde sind keine Maschinen

Pressemitteilung vom 10. Juni 2019

„Stundenlang im Kreis, heute, morgen, übermorgen, diese Woche hier, nächste Woche in der nächsten Stadt, viele Stunden, immer mit dem Kopf am Hinterteil des Vorderpferdes, angetrieben von der Peitsche. Die Ponys gehen im Karussell extrem eng. Jederzeit können sie ausschlagen und dabei jemanden verletzen oder töten. …“, beschreibt Astrid Reinke, Vorsitzende von Achtung für Tiere e.V., den Alltag für Tiere in Ponykarussells. Zur Pfingstkirmes hatte der Verein Achtung für Tiere e. V. zur Demonstration aufgerufen. Jeden Abend trat man an: mit Transparenten, Ansprachen und Sprechchören teilweise in Pferde- und Eselkostümen „gegen den Missbrauch von Ponys und die Täuschung von Kindern“.

Kein Pferd würde freiwillig stundenlang im Kreis laufen, nicht einmal minutenlang, sagt die Tierärztin. „Pferde gehen abwechselnd Schritt, Trab, Galopp, ändern ständig die Gehrichtung, wollen grasen, rennen, sich wälzen, mit ihren Freunden spielen und ausruhen.“ Noch nie habe sie im Ponykarussell lebensfrohe Pferde erlebt, die interessiert Kontakt zu Menschen aufnähmen, nicht einmal zu ihren Besitzern. „Die meisten Kinder wollen nicht, dass Tiere leiden. Kleine Kinder können die Leiden der Pferde aber noch nicht erkennen und werden unschuldig in das Leid der Ponys verwickelt. Ihnen wird bei gebracht, dass sie fühlende, wehrlose Wesen wie Gebrauchsgegenstände benutzen sollen.“

Die Demonstrierenden durften nicht am Ponykarussell stehen. Befremdlich sei auch gewesen, dass sich Schausteller über das Megafon beschwerten, welches nur insgesamt 25 Minuten pro Tag im Einsatz war. Man habe es maximal herunter drehen müssen. „Auf der Kirmes herrschte hingegen durchgehend dröhnender und schriller Lärm…“, wundert sich Reinke. Die Ponys müssten diese Kulisse den ganzen Tag lang aushalten.

Immer wieder seien sie angesprochen worden, was man gegen das Karussell tun könne, es sei doch elende Tierquälerei, die längst verboten gehöre. „Wir mussten berichten, dass unser Bürgerantrag mit knapper Mehrheit abgelehnt wurde. CDU und BfGT wollen, dass die Tiere weiter getrieben werden, trotz tausender Unterschriften. Also muss man weiter demonstrieren und die Eltern aufklären, die die Tierquälerei noch fördern“, so Reinke.

Bildunterzeilen:
35 Personen demonstrierten über Pfingsten für Kirmes ohne Ponyleid.

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