Presse > Pressemitteilungen > Manege: Tier-frei - 21. Dezember 2009

Manege: Tier-frei

Achtung für Tiere fordert Tierhaltungsverbot für Zirkusse

Pressemitteilung vom 21.12.2009

 

Achtung für Tiere e.V. unterstützt das Vorhaben der Grünen, Zirkus mit Tieren abzuschaffen. Es wäre einfach, Leiden von Tieren im Zirkus zu beenden: Indem niemand mehr mit seinem Eintrittsgeld unterstützen würde, dass Tiere Gefangenschaft auf engstem Raum, Unterdrückung und sogar körperliche Misshandlungen erleiden müssen.

 

„Wie werden Tiere, die Menschen physisch überlegen und gefährlich sind, dazu gebracht, Dinge zu tun, die ihnen schaden und Schmerzen bereiten?“ fragt Astrid Reinke, Tierärztin und Vorsitzende von Achtung für Tiere, und empfiehlt einen Blick auf www.peta.de. Die Informationen dazu, wie Babyelefanten mit Seilen, Elefantenhaken und Elektroschocks gefügig gemacht werden, seien schockierend.  

 

„Wenn den Tieren im Zirkus Verrenkungen antrainiert werden, sind Beobachter nicht erwünscht. Klima, Transporte, Lärm, Reizüberflutung und andere Faktoren stehen ihren Bedürfnissen entgegen“, gibt Reinke zu bedenken. „Wir sollten auch stutzig werden, wenn für Todesfälle von Zirkustieren keine Erklärung gefunden wird.“

 

Aus einem Mangel an Beschäftigungsmöglichkeiten sowie einem strukturarmen und beengten Lebensraum resultierten Zwangsbewegungen und gesteigerte Aggressivität. Angriffe zum Beispiel von Großkatzen zeigten, wie sehr die Tiere unter der Nähe des Menschen leiden. Angesichts bekannter Missstände sei befremdend, dass sich immer noch prominente Persönlichkeiten im Zirkus in Szene setzten.

 

Immer mehr Städte stellen Zirkussen, die bestimmte Tierarten mitführen, keine öffentlichen Plätze zur Verfügung. Dies sei ein Schritt in die richtige Richtung, meint Reinke und lobt die für einen respektvollen Umgang mit Tieren zukunftsweisenden Vorstöße z.B. in Köln oder Kassel. Doch müssten auch die Leiden von Pferden, Hunden und anderen Tieren Beachtung finden. „Ein Verbot von Tieren im Zirkus ist angesichts massiver Haltungs- und Kontrollprobleme ohne Alternative,“ meint Reinke und fordert einen würdigen Lebensabend für Tiere mit Zirkusvergangenheit.

 

Zielgruppe der Zirkusse sind besonders tierliebe Kinder. Wenn diese nachträglich erführen, wie Löwen, Elefanten oder Pferde unter ihrem Zirkusdasein leiden, fühlten sich manche von ihnen schuldig, so Reinke. Die Tierschutzlehrerin versucht, diesen Kindern zu erklären, dass sie für Tierleid im Zirkus nicht verantwortlich sind, denn eine glitzernde Fassade kann selbst Erwachsene täuschen. Oft sei sogar Fachkenntnis notwendig, um Verhaltensschäden erkennen zu können.

 

Achtung für Tiere empfiehlt, Zirkus mit Tieren auch Weihnachten nicht zu unterstützen, sondern für ein fröhliches Fest eine Unternehmung ohne Tierleid zu wählen. Die Freude eines Tierheimhundes an einem Familienspaziergang oder das genüssliche Schnurren einer mit Fangspielen und Streicheleinheiten versorgten Tierheimkatze können intensive und beglückende Erfahrungen vermitteln. Das tröste auch darüber hinweg, wenn richtigerweise keine lebenden Tiere als Geschenke unter dem Tannenbaum dabei sind.

 

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