Presse > Pressemitteilungen > Mahnwache für 3 Millionen getötete Tiere - 08. April 2013

Mahnwache für 3 Millionen getötete Tiere

Achtung für Tiere e.V. lädt zum Aktionstag ein

Pressemitteilung vom 08. April 2013

Anlässlich der deutschlandweiten Aktionswoche zum Internationalen Tag zur Abschaffung der Tierversuche veranstaltet der Verein Achtung für Tiere e.V. am Samstag, den 20. April eine Mahnwache auf dem Berliner Platz, Ecke Kökerstraße in Gütersloh. „Experimente an Tieren stehen seit Langem ethisch und wissenschaftlich in der Kritik“, kommentiert Astrid Reinke, Tierärztin und Vorsitzende von Achtung für Tiere. „Tiere leiden ebenso wie Menschen, weshalb sich Tierversuche ebenso verbieten wie das Quälen von Menschen.“

Ab 9 Uhr gedenken die Vereinsmitglieder der im Tierversuch getöteten Hunde, Katzen, Mäuse, Kaninchen und vielen anderen Tieren. „Es existiert kein einziger Beweis, dass Tierversuche mehr nützen als schaden, und es ist kein Fall bekannt, in dem ein Mensch durch einen Tierversuch gerettet wurde. Im Gegenteil, viele Beispiele – von Contergan über TGN 1412 bis zur hochgejubelten und in Sackgassen verendeten Alzheimerforschung an Tieren – entlarven Tierversuche als blinden Aktionismus, der Tieren und Menschen schadet und Milliarden Steuergelder verschwendet.“

Tierversuche seien zu einer Zeit etabliert worden, in der Menschen wenig über Tiere wussten. Der Philosoph und Naturwissenschaftler Descartes verglich Schmerzensschreie von Tieren mit dem Quietschen lebloser Maschinen. „Doch Tiere können mitfühlend und selbstlos sein, Pläne schmieden, sich freuen und Angst und Schmerzen leiden. Mit Recht fordern immer mehr Menschen die Abschaffung der überkommenen Methode Tierversuch“, so Reinke.

Die Tierversuchszahlen steigen derzeit auf neue Rekordhöhen, im Jahr 2011 starben fast 3 Millionen Tiere allein in deutschen Laboren. „Dabei beschwören Politik und Wissenschaft ständig die Reduzierung von Tierversuchen. Zugleich wird die Entwicklung zukunftsweisender tierfreier Forschung sträflich vernachlässigt“, kritisiert Frauke Albersmeier, stellvertretende Vorsitzende von Achtung für Tiere. Doch stünde die tierexperimentelle Wissenschaft durch die unermüdliche Tierschutzarbeit zunehmend unter Rechtfertigungsdruck: „Dass die Tierversuchslobby neuerdings Propagandaveranstaltungen und Hochglanzbroschüren anbieten muss, werten wir als Erfolg unserer kontinuierlichen Arbeit.“
 
Unter Mitwirkung der Tierschutzjugend Gütersloh werden bei der Mahnwache auch Mitmach-Aktionen an einem Infostand angeboten. Wer die Aktiven von Achtung für Tiere unterstützen möchte, erhält Infos unter www.achtung-fuer-tiere.de oder 05241-238467.

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