Presse > Pressemitteilungen > Hundesprache lernen mit der Königin der Räder - 4. August 2011

Hundesprache lernen mit der Königin der Räder

Tierschutz-Ferienspiele bei Hunden mit Handicap

Pressemitteilung 4. August 2011
  
Zehn Mädchen und Jungen im Alter von acht bis zwölf Jahren lernten bei den Ferienspielen des Vereins Achtung für Tiere e.V. wichtige Vokabeln der Hundesprache. „Hunde sind immer ehrlich. Sie sprechen allerdings mit ihrem Körper und wir Menschen müssen diese Sprache erst lernen. Schwanzwedeln allein bedeutet nicht, dass der Hund sich über uns freut“, erläutert Astrid Reinke,  Vorsitzende von Achtung für Tiere.
 
„Wenn Ihr einem fremden Hund gerade in die Augen starrt, dann ist das in der Hundesprache eine Drohung. Besser, Ihr dreht Euch zur Seite und lasst den Hund kommen, wenn er möchte“, erklärt die Tierärztin und Verhaltenstherapeutin. Die Kinder erfuhren, dass sie mit einfachen Signalen wie Blinzeln, Lippen lecken oder Gähnen angespannte Hunde beruhigen können.
 
Achtung für Tiere e.V. versorgt Tiere, die wegen ihres Aussehens, Krankheit, Behinderung, Inkontinenz oder Verhaltensschwierigkeiten von ihren Menschen verlassen wurden. Das neue Bildungsangebot soll Beißzwischenfälle vermeiden helfen. „Oft werden Hunde, die gebissen oder auch nur geschnappt haben, getötet. Doch sie beißen nicht ohne Grund und warnen zunächst.  Menschen bemerken feine Signale jedoch oft nicht.“
 
Ganz wichtig waren den Tierschützern Sicherheitsmaßnahmen, wie Kleinkinder niemals mit Hunden allein zu lassen und fremde Hunde nicht anzufassen, ohne zu fragen. Beim gemeinsamen Spaziergang mit den Vierbeinern Luzi und Ayse, Ljubo, Bilbo und Lina beobachteten die Kinder sehr unterschiedliche Verhaltensweisen. Während Ayse und Ljubo leicht zu führen sind, braucht die fast gelähmte Luzi viel mehr Aufmerksamkeit. Sie trat den Rückweg in einem speziell angefertigten Rollwagen an, der ihre Hinterbeine stützt. „Luzi macht das ganz toll! Sie ist so elegant dabei - die Königin der Räder“, findet die neunjährige Celine.
 
Der große Bilbo ist ganz anders. Ohne menschliche Fürsorge groß geworden, geht er gern eigene Wege und braucht eine konsequente Führung. Die junge, gehbehinderte Schäferhündin Lina wiederum, ein nervöses Kraftpaket, will im Mittelpunkt stehen, lässt sich leicht ablenken und braucht lange, um zur Ruhe zu kommen.
 
„Der Spaziergang mit den Hunden hat mir super gefallen“, sagt die achtjährige Lena. Alle waren sich einig, viel über Hunde gelernt zu haben. „Toll, dass ich jetzt erkennen kann, wenn ein Hund sich gut fühlt oder es ihm schlecht geht“, findet Celine. Für alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer gab es Informationen noch einmal schriftlich zum Mitnehmen.

Zurück