Presse > Pressemitteilungen > Gütersloher Tierfreunde beim Open-Air-Gottesdienst in Bielefelder Altstadt - 16. Juli 2013

Gütersloher Tierfreunde beim Open-Air-Gottesdienst in Bielefelder Altstadt

Pressemitteilung vom 16. Juli 2013
 
Am Sonntag feierten etwa 170 Menschen, 60 Hunde, ein Kaninchen und ein Entenpaar in der Bielefelder Altstadt einen Gottesdienst für Mensch und Tier. Der Gütersloher Verein Achtung für Tiere e.V. und Pfarrer Armin Piepenbrink-Rademacher von der StadtKirchenArbeit Bielefeld laden seit fünf Jahren zu dieser besonderen Begegnung von Mensch, Tier und Kirche ein – jetzt erstmals mitten in die Bielefelder Altstadt. Eine Besucherin urteilte: „Der Gottesdienst hier auf dem Kirchplatz hat uns sehr gut gefallen. Ich finde es ganz toll, dass unser Pfarrer auch die Belange der Tiere ernst nimmt.“

 

Pfarrer Armin Piepenbrink-Rademacher stellte den „Cover-Boy“ des Einladungsplakates, den schwarzweißen Hund Bilbo vor. Bestürzt hörten die Teilnehmer die nur fragmentarisch bekannte Lebensgeschichte des tapferen alten Hundes: sein Körper ist voller inoperabler Metallgeschosse, er überstand einen Darmverschluss und schwere Lähmungen. Viele Besucher wollten dem großen Hund mit der traurigen Vergangenheit nach dem Gottesdienst persönlich die Pfote schütteln.

 

Eingebettet in Gebet, Glaubensbekenntnis und Lieder, die von Bernhard Auge am E-Piano und Pfarrer Piepenbrink-Rademacher mit der Gitarre begleitet wurden, erzählten die vierzehnjährige Marie Eggert und Juliette Landwehr, 12 Jahre, im Wechsel mit Astrid Reinke, der Vorsitzenden von Achtung für Tiere, von Lebenswegen einiger Tiere. „Mit jedem Tier, welches wir retten, helfen wir ein wenig auch allen anderen Tieren. Die Lebensgeschichten unserer Tiere, ihre Freundlichkeit und Lebensfreude, obwohl sie Schreckliches erlitten haben, erreichen Menschen im Herzen. Mitfühlen zu können und Tiere kennen zu lernen, sind Voraussetzungen dafür, dass wir unseren Mitgeschöpfen Freiheit, körperliche und seelische Unversehrtheit und Fürsorge zuerkennen“, erläuterte Marie. Und als Juliette an die verstorbene Windhündin Luzi erinnerte – sie war im letzten Jahr noch mit ihrem Rollwagen dabei – liefen Tränen über manches Gesicht.

 

Doch die Zuhörer freuten sich auch für all die Tiere, die wie Luzi bei Achtung für Tiere bis an ihr Lebensende versorgt werden. Pfarrer Armin Piepenbrink-Rademacher ist die spezielle Verbindung von Hilfe für einzelne Tiere mit der Arbeit für mehr Gerechtigkeit zwischen Mensch und Tier wichtig: „Die Kooperation, auf der dieser Gottesdienst beruht, pflege ich sehr sehr gerne, weil ich in der Arbeit von Achtung für Tiere ein schönes Beispiel dafür sehe, wie Respekt und Fürsorge für unsere Mitgeschöpfe – die ganze Schöpfung – wirklich gelebt werden können.“

 

Im Anschluss an den Gottesdienst luden die Gütersloher Tierfreunde zu selbstgemachtem Kuchen ein und die StadtKirchenArbeit lieferte den Kaffee dazu. Es gab viele interessierte Gespräche und bei aller Nachdenklichkeit herrschte eine fröhliche und freundliche Atmosphäre, die auch die Tiere erfasste.
 

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