Presse > Pressemitteilungen > Für Kirmes ohne Ponyquälerei - 16. April 2016

Für Kirmes ohne Ponyquälerei

Spontan-Demo gegen „Ponykarussells“

Pressemitteilung, 16. April 2016

 

„Anlässlich unseres Bürgerantrags gegen die Vermietung städtischer Flächen für qualvolle „Ponykarussells“ erhielten wir erleichterte Anrufe von Bürgerinnen und Bürgern“, so Astrid Reinke, Vorsitzende von Achtung für Tiere e. V. Dass Pferde leiden wenn sie stumpfsinnig im Kreis getrieben werden, wüssten Kinder inzwischen. „Bei Ferienspielen oder im Tierschutzunterricht werden wir ständig gefragt, warum es in Gütersloh immer noch erlaubt ist, auf der Kirmes Ponys zu quälen.“ Kinder hätten beobachtet, dass die Tiere die Peitsche schmerzhaft zu spüren bekämen, sobald sie etwas langsamer gehen. „Wir versprechen ihnen für die Ponys zu tun, was wir können“, berichtet die Tierärztin, „inzwischen machen aber auch Kinder bei Vereinsdemonstrationen mit“.

Reitbahnbetreiber versuchten vom Tierleid abzulenken, indem sie saubere Ställe und grüne Weiden zeigten und auf amtstierärztliche Kontrollen verwiesen –„Selbstverständlichkeiten“, winkt Reinke ab. „Wir kritisieren nicht, dass Tiere an manchen Tagen eine Weide nutzen dürfen, sondern, dass sie mit Gewalt stundenlang dazu gezwungen werden, im Kirmestrubel kreiszulaufen, mit dem Kopf am Hinterteil des Vordertiers und Personen  auf ihrem empfindlichen Rücken, die nicht reiten können.“

Aufgrund des Zaunbaus auf dem Lebenshof in Varensell seien aktuell kaum Aktive verfügbar. „Trotzdem wollen wir auf die mit der Kirmessaison erneut beginnende stumme Qual der  Tiere aufmerksam machen“, kündigt die stellvertretende Vorsitzende Frauke Albersmeier an: „Holzpony Willi muss jetzt ran. Eine Achtung für Tiere Delegation zieht am Samstag mit Willi im Schlepptau durch die Fußgängerzone und sammelt weitere Unterschriften für Kirmes ohne Ponyleid.“ Es sei nur eine Frage der Zeit, bis Ponykarussells bundesweit verboten werden. Jede einzelne Stadt habe es aber in der Hand, dem primitiven Tiermissbrauch sofort ein Ende zu setzen.

Zurück