Presse > Pressemitteilungen > Durchdrehen für ein paar Euro? - 10. Dezember 2012

Durchdrehen für ein paar Euro?

Verein Achtung für Tiere e.V. informiert über Tierschutz

Pressemitteilung vom 10. Dezember 2012
Der Verein Achtung für Tiere e.V. sorgt für Tiere mit Handicap bis an ihr Lebensende und engagiert sich für den fairen Umgang mit Tieren. Am Samstag informierten und diskutierten  Erwachsene und Mitglieder der Jugendgruppe, mit Bauchläden „bewaffnet“, in der Fußgängerzone über sog. „Ponykarussells“, heimatlose Katzen und Tierwünsche zu Weihnachten.

„Zwar erlebten wir auch Nichtwissen und schockierende Ansichten über unsere empfindsamen Mitlebewesen. Doch etliche Passanten kamen auf uns zu, empfanden Ponyreitbahnen schon immer als Tierquälerei und freuten sich total, dass wir dagegen etwas unternehmen“, berichtet Astrid Reinke, Vorsitzende des Vereins.

„Ponys, die auf Weihnachts- und Jahrmärkten zum „Durchdrehen“ gezwungen werden, führen ein bedauernswertes Leben“, so Reinke, die Tierärztin ist und zwei Pferden „Gnadenbrot“ gibt. „Schon Reitanfänger wissen, dass Pferde kluge Lauf- und Fluchttiere sind, die nie stumpfsinnig bewegt werden dürfen“, erläutert Reinke. „Pferde müssen im Wechsel geradegerichtet, auf gebogenen Linien und in wechselnden Gangarten bewegt werden und sie benötigen viele Stunden freien Auslauf.“ Wie leblose Automaten Kopf an Schweif gebunden stundenlang Volten zu reiten, sei ein falsches Signal für Kinder.

 „Tierliebe lernt man anders. Die Ponys gehen fast immer auf hartem Boden. Späne sind oft Show und so dünn gestreut, dass die Hufe nicht einmal einsinken. Viele Pferde sind teilnahmslos, so als habe man ihnen jede Lebensfreude ausgetrieben.“ Sie versuchten ihre Bahn abzukürzen, um weniger gehen zu müssen und würden häufig mit Peitschenhieben an die empfindlichen Beine wieder an den Rand der Bahn getrieben.

Achtung für Tiere e. V. engagiert sich auch für die Kastration freilaufender Kater und Katzen. „Das sind auf Menschen angewiesene Haustiere. Jetzt bei Kälte wird ihr Elend sichtbar. Unzählige sterben heimatlos und unversorgt an Hunger und Krankheiten, nur weil manche Menschen ihre Haustiere nicht kastrieren lassen, diese sich fortpflanzen und niemand die Folgekosten tragen will.“  In Gütersloh habe man sich erfolgreich für die Einführung einer Kastrationspflicht engagiert. Nachhaltig wirksam würde diese natürlich erst, wenn alle Kommunen nachziehen, „denn freilaufende Katzen drehen am Stadtrand nicht plötzlich um...“

Achtung für Tiere veranstaltet Ferienspiele, bietet Tierschutz im Unterricht und unterhält eine Jugendgruppe. Zusammen mit Pastor Piepenbrink-Rademacher gestalten die Mitglieder Gottesdienste für Mensch und Tier in der Waterbör.

Die Versorgung der Schützlinge und sämtliche Aktivitäten werden ausschließlich mithilfe freiwilliger Spenden bewerkstelligt, weshalb man ständig an seine Grenzen stoße.  Wer sich informieren oder helfen möchte, erhält Infos unter www.achtung-fuer-tiere.de und 05241-238467.

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