Presse > Pressemitteilungen > Die Spitze des Eisbergs - 08. März 2011

Augenfälliges Leid ist nur die Spitze des Eisbergs

Katzenkastrationspflicht muss umgesetzt werden

Pressemitteilung vom 08. März 2011
 
Noch hat sich die Kastrationspflicht für Freilaufkater und -katzen nicht herumgesprochen. „Dabei ist das Elend der vielen Tiere, die niemand versorgen will, allgemein bekannt“, meint Astrid Reinke von Achtung für Tiere e.V.
 
Gerade habe sie wieder einen schönen jungen – unkastrierten – Tigerkater mitten in Gütersloh auf der Herzebrocker Straße gefunden – überfahren in Höhe Wiesenstraße. „Ein empfindsames Lebewesen, das Hunger, Angst, Kälte, Schmerzen, Freude, Zuneigung spürte – wie wir Menschen auch“, kommentiert die Tierärztin.
 
Die  Mehrzahl der Tiere leide im Verborgen, aber die Spitze des Eisbergs sei sichtbar. „Wir könnten hinsehen und etwas gegen das Katzenelend tun“, sagt Reinke und erinnert daran, dass der Mensch die Katze domestiziert und ihr damit die Fähigkeit genommen habe, ohne menschliche Hilfe ein lebenswertes Dasein zu führen. “
 
Wer seine Katzen nicht kastrieren lässt und deren Nachkommen nicht versorgt, verstoße nicht nur gegen geltendes Recht, sondern bürde auch der Allgemeinheit die Kosten für die Versorgung seiner Tiere auf. „Manche Menschen ertränken aber auch Katzenbabys, schlagen sie tot oder warten auf Regulierung durch den Straßenverkehr. Kinder erzählen mir von diesen Grausamkeiten in ihrer Familie. Wir sollten das nicht totschweigen und Kindern andere Vorbilder sein."
 
Achtung für Tiere sucht Spender für Kastrationspatenschaften, damit heimatlose Katzen nicht noch mehr hilflose Kreaturen in ein qualvolles Leben gebären. „Geschlechtsreife Tiere sollten um diese Jahreszeit eigentlich längst kastriert sein“, so Reinke. Die Kastration von Kater und Katze sei eine Routineoperation, die, wenn sie sorgfältig durchgeführt werde, sehr gut verträglich sei.
Informationen unter www.achtung-fuer-tiere.de oder Tel.: 05241-13365.

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