Presse > Pressemitteilungen > Protest gegen Ponyquälerei - 27. September 2015

Protest gegen Ponyquälerei

Demonstration gegen Ponykarussells vor der Michaeliskirmes in Gütersloh

Pressemitteilung, 27. September 2015

 

Mit 30 Personen, vielen Transparenten und dem Pony „Willi“ samt seiner „Reiterin“ demonstrierte der Verein Achtung für Tiere e. V. am Sonntag gegen den Missbrauch lebender Tiere als Karussellfiguren.

„Auch viele Jugendliche waren dabei. Die Rückmeldung der Kirmesbesucher war ausgesprochen positiv“, freut sich Astrid Reinke, Tierärztin und Vereinsvorsitzende, über weitere 450 Unterschriften für die Abschaffung  von Ponyquälerei. „Demgegenüber steht eine Minderheit, die nichtsahnende Kinder auf Ponys setzt, die sich unter Zwang wie leblose Maschinen bewegen. Gütersloher Politiker könnten die Leiden der Tiere auf unseren Bürgerflächen unterbinden.“

Für den Rietberger Karneval sei gerade die Abschaffung des Ponykarussells beschlossen worden, ebenso für die Kirmes in Eupen. Auch in Düsseldorf, Duisburg, Dachau, Coburg und Schweinfurt wird es keine Ponykarussells auf Volksfesten mehr geben.

„Als Tierärztin bin ich Tierleid zwar gewohnt. Doch die stumpfen Blicke der Pferde in der Ponyreitbahn, denen man jegliche Freude und den letzten Funken eigenen Willens ausgetrieben hat, machen auch mich traurig“, gibt Reinke zu. „Pferde verhalten sich freiwillig nicht so. Teilnahms- und hoffnungslos werden Lebewesen, denen man systematisch Gewalt antut. Mit lebensfrohen Tieren könnten Ponyreitbahnbetreiber auch nichts anfangen.“

„Die meisten Menschen finden, dass eine Volksbelustigung, bei der empfindsame Tiere in dröhnendem Lärm Kopf an Schweif im Kreis trotten müssen, abgeschafft werden muss“, berichtet Frauke Albersmeier, stellvertretende Vorsitzende von Achtung für Tiere. Tierschutz im Grundgesetz und Pferde als lebende Jahrmarktfiguren, das passe nicht zusammen.

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