Presse > Pressemitteilungen > Tiere sind immer die Verlierer - 23. April 2009

Tiere sind immer die Verlierer

Pressemitteilung von Achtung für Tiere vom 23. April 2009

 

Zirkusse, die wie Zirkus Renz Tiernummern zeigen, stellen nach Ansicht des Vereins Achtung für Tiere – Für Freunde in Not e.V. eine mittelalterliche und primitive Volksbelustigung dar. „Wer selbst nichts Besonderes zu bieten hat, greift auf Tiere zurück, um sein Programm aufzupeppen. Wir sollten Männer und Frauen, die sich damit brüsten, wehrlose Kreaturen zu unterdrücken und zu ungesunden Verrenkungen zu zwingen, nicht mit Eintrittsgeldern belohnen“, findet Vorsitzende Astrid Reinke und verweist auf faszinierende Darbietungen von Zirkuskünstlern, die allein auf sich gestellt hochkarätige Inszenierungen zeigen.

 

Weder Hund, Pferd, noch Löwe, Tiger, Bär oder Elefant haben die geringste Chance, sich dem Zwang der Enge, der langen Transporte oder gewaltsamer Einwirkung von Dompteuren zu entziehen. „Tiere sind intelligente, fühlende Wesen, die Mitgefühl und moralisches Verhalten zeigen. Man kann Mensch und Tier nicht scharf von einander abgrenzen. Trotzdem werden Tiere im Zirkus einfältig und unsensibel - wie Marionetten ohne Bedürfnisse - zur Schau gestellt,“ kritisiert Achtung für Tiere. 

 

Immer wieder schafften es einzelne Tiere vorübergehend aus ihrem Zirkusgefängnis auszubrechen. Weder Zirkusbetreiber noch Aufsichtsbehörden seien in der Lage, eine sichere Gefangenschaft der Tiere zu garantieren. Der Verein findet es unverantwortlich unbeteiligte Menschen der Gefahr durch diese Tiere auszusetzen, die sich in nachvollziehbarer Weise gegen ihre Gefangenschaft auflehnen. Letztlich bleibe das Tier aber immer der Verlierer, entweder weil es, wie Nena, getötet wird, oder, falls es den Ausflug überlebt, wieder lebenslang eingesperrt und dressiert wird. Immer wieder kommen Tiere im Zirkus aber auch auf mysteriöse Weise zu Tode.  

 

Die natürliche Tierliebe nichts ahnender Kinder zu missbrauchen, um die Kasse zu füllen, findet Reinke besonders verantwortungslos. „Viele Jugendliche schämen sich dafür, früher in den Zirkus gegangen zu sein. Sie konnten nicht durchschauen, was Zirkus für Tiere bedeutet, dass stereotype Bewegungen schweres Leiden ausdrücken und dass sogar chronisch kranke Tiere mitgeschleppt werden.“  Kaum ein Kind würde in den Zirkus gehen, wenn es um die Leiden der Tiere dort wüsste, glaubt Reinke. Zirkus setze auf das Unwissen tierlieber aber ahnungsloser Menschen.  

 

Dass Zirkusse nicht wirksam überwacht werden können, zeigten die Missstände, die regelmäßig von Tierschutzorganisationen bekannt gemacht würden. „Man muss eben oft viel Zeit investieren, um Schmerzen, Leiden oder Schäden zu bemerken, denn ein Tier zeigt sie möglicherweise nur bei bestimmten Bewegungen.“ Reinkes Rat an alle Tierfreundinnen und Tierfreunde: „Das Leid der Tiere im Zirkus kann ganz einfach von jedem Einzelnen beendet werden: Indem er nicht hingeht.“

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