Presse > Pressemitteilungen > Tierlicher Gottesdienst in der Waldkirche - 1. Juli 2009

Tierlicher Gottesdienst in der Waldkirche

Pressemitteilung von Achtung für Tiere vom 1. Juli 2009

 

Pfarrer Armin Piepenbrink-Rademacher von der Altstädter Nicolaigemeinde Bielefeld hatte gemeinsam mit dem Verein Achtung für Tiere – Für Freunde in Not e.V. Mensch und Tier zum Gottesdienst in die Waterbör geladen: 170 Tierfreundinnen und Tierfreunde, 60 Hunde und eine Katze waren gekommen.

 

Wer keinen Sitzplatz bekommen hatte, ließ sich ringsherum auf dem weichen Waldboden nieder. In ergreifender Atmosphäre unter dem Blätterdach vor einem schlicht aber festlich geschmückten Sandsteinaltar lauschten Menschen und Tiere einträchtig den Geschichten über Max, den Hund der alt und krank getötet werden sollte. Auch die Geschichte des krebskranken Katers Mieser oder des 21-jährigen Rocky, der wegen eines Knochenbruches sterben sollte, machten betroffen.

 

Die Tiere sind Stellvertreter für 18 weitere, die alle ihren Lebensabend behütet beim Verein Achtung für Tiere verbringen. Mieser sprach durch Vereinsmitglied Frauke Albersmeier über die Leiden seiner Verwandten z. B. bei Tierversuchen oder im Zirkus. Er äußerte seine Hoffnung, dass die Menschen bald mitfühlend mit Tieren umgehen werden. Die Taufe der kleinen Paula Veldman fügte sich ebenso harmonisch in den Ablauf ein, wie das Plädoyer für eine Mensch-Tier-Beziehung, die Tiere als Mitgeschöpfe, nicht als Nutzobjekte sieht.

 

Pfarrer Piepenbrink-Rademacher sieht den Menschen in einer „Schöpfungsgemeinschaft“ mit den Tieren. „Dies bedeutet, dass man auch Ehrfurcht vor dem Leben dieser Mitgeschöpfe haben und sie nicht als eine Sache betrachten soll.“ Er hatte Liedertexte ausgesucht, die Tiere in die Ethik einschlossen. Es war, als spürten die Vierbeiner, dass es um sie und all ihre Verwandten ging, so ruhig und einträchtig präsentierten sie sich.

 

Astrid Reinke von Achtung für Tiere erläuterte, eine gerechte und humane Gesellschaft solle Tiere dort, wo sie uns Menschen ähnlich sind, auch ähnlich behandeln. Tiere seien soziale Wesen und litten unter Gewalt ebenso wie Menschen. „Deshalb sollten wir ihnen keine Leiden zufügen, wenn wir das bei uns selbst verurteilen!“

 

Eine Besucherin fand: „Eine ganz besondere Atmosphäre, viele liebe Tierfreunde und ein sehr sympathischer und engagierter Pfarrer zeichneten diesen Sonntag aus! Eine Wiederholung wäre sehr wünschenswert!“

 

Pfarrer Piepenbrink-Rademacher und Achtung für Tiere freuen sich über die positive Resonanz und sind sicher, dass es bei passender Gelegenheit wieder einen Tiergottesdienst geben wird.

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