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Liebe Tierfreundinnen und Tierfreunde,

„Geheimsache Tiertransporte“ hieß die letzte Ausgabe der ZDF-Sendung ‚37 Grad‘, die am vergangenen Dienstag ausgestrahlt wurde. Filmemacher Manfred Karremann dokumentiert darin Langstreckentransporte lebender Tiere durch ganz Europa und in Drittländer – die Türkei, den Irak, Nordafrika… Die Bilder zeigen Zustände aus dem Jahr 2017. Die meisten von uns werden gedacht haben, Grausamkeit des hier gezeigten Ausmaßes hätten die Tiere hinter sich. Eine Geheimsache sind Tiertransporte aber eigentlich nicht: sie führen über Straßen, die wir alle befahren.

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„Geheimsache Tiertransporte“

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„Geheimsache Tiertransporte“

Die Realität dieser Transporte zeigt der Film von Karremann, und es bedarf solcher Filme, weil das, was den Tieren passiert, schlicht nicht in Worte zu fassen ist. Wir sehen, wie Tiere in Lastwagen an der EU-Außengrenze tagelang in sengender Hitze leiden, kollabieren, verdursten, verrückt werden ohne Ausweg aus den heißen Transportern. Wir sehen, wie Kühe, die nicht mehr aufstehen können, an einem Bein an Seilen aufgehängt verladen werden. Wir sehen die unfassbare, sinnlose Grausamkeit, die sie am Zielort erwartet: Schläge und Tritte ins Gesicht, wie ihnen Augen ausgestochen und die Sehnen der Beine durchtrennt werden, wie sie – stolpernd, fallend, sich wieder aufrappelnd – blutend und schwer verletzt in Schlachthäuser getrieben werden, wo ihr Todeskampf endlos erscheint. Der Kommentator erklärt, einen Großteil des angefertigten Filmmaterials könne man hier einfach nicht zeigen. Man fragt sich, wie das, was der Zuschauer zu sehen bekommt, noch steigerbar ist.

Nichtstun ist keine Option
Was wir sehen, ist unbegreiflich. Mancher wird sich nun wieder abwenden, einen Satz seufzen wie: „Sag ich ja, es bringt doch alles nichts.“ Doch diese Einstellung ist wesentlich dafür verantwortlich, dass die Dinge für Tiere nur so quälend langsam besser werden. Tiere brauchen Menschen, die weder wegsehen noch resignieren. Wut ist die angemessene Empfindung in Anbetracht von Tierquälerei und eigene Aktivität die einzig angemessene Reaktion.

„Das sind doch nur Tiere“
Bitte, geben Sie Tieren Ihre Stimme, werten Sie sie auf, bei jeder Gelegenheit. Helfen Sie mit, diese unsägliche Grausamkeit gegen Tiere abzuschaffen. Wir müssen Tierschutz zum Wahlkampfthema machen. Keine der etablierten Parteien steht entschlossen für Tierschutz ein. Wir brauchen neue Politiker, die das Quälen von Tieren nicht mit „Das sind doch nur Tiere“ abtun, wie seinerzeit Angela Merkel bezüglich der betäubungslosen Kastration von Schweinesäuglingen. Die Bundeskanzlerin ist promovierte Physikerin. Wenn Wissenschaftler Wesen, die empfindsam sind wie sie selbst, quälen lassen, ohne mit der Wimper zu zucken, dann stimmt etwas nicht in unserem Bildungssystem. Helfen Sie mit, das zu ändern. Es reicht nicht, sich für Gerechtigkeit zwischen Menschen stark zu machen. Politiker müssen ebenso weltweit Tierschutz einfordern.

Wer Tiere verkauft, liefert sie aus
Der Film zeigt unter anderem, auf welchen Wegen ein Kalb von einem bayrischen Bauernhof, der „Milchkühe“ hält, auf einem ägyptischen Schlachthof landet. Wer Tiere verkauft, der muss damit rechnen, dass sie unter Menschen leiden werden, besonders, wenn die Tiere durch mehrere Hände gehen, die daran verdienen wollen. Das gilt übrigens auch für Pferde, die Reiter oft an Händler abstoßen, wenn sie der Reitbelastung nicht mehr standhalten.

Ein Spediteur sagt im Film offen, was die Bilder belegen: dass es sich mit sogenanntem Schlachtvieh verhält wie mit Schrott-Autos, die ihrer Einzelteile wegen exportiert werden – es ist egal, wenn die mit noch ein paar Beulen mehr am Zielort ankommen.

Nach dem Exportrückgang infolge von BSE beklagten deutsche Landwirte 2001 Millionenverluste, 2016 freute man sich: „Lebendexporte beflügeln EU-Ausfuhr“, denn die Exportzahlen nähern sich dem Wert von 2000.

Europa ist keine Insel der Seligen
Schon in Europa ist Tierschutz allzu oft nur ein schmückender Begriff, hinter dem sich unfassbare Brutalität oder Gleichgültigkeit gegenüber leidenden Tieren verbergen können, denken Sie an die Undercover-Videos über die Grausamkeit in Massentierhaltungen und Tierversuchslaboren. Und dass Menschen ganz offen darüber sprachen, dass sie Katzenbabys gegen Wände und Scheunentore schmettern, um sie, tödlich verletzt, qualvoll sterben zu lassen, ist auch in Deutschland noch nicht lange her. Doch immerhin gibt es bei uns – wenn auch viel zu weiche und weite – Grenzen der Legalität, was den Umgang mit Tieren betrifft. Jenseits der Grenzen der EU verlieren Tiere augenscheinlich oft jeden – noch so unzureichenden – Schutz.

Bundestag lehnt Einschränkung von Tiertransporten ab
Das Datum „1. Juli 2017“ wird eingeblendet, als im Film in einem heißen Lkw verdurstende Kühe zu sehen sind. Einen Monat zuvor, am 1. Juni 2017, stand im Bundestag ein Antrag der Grünen zur Abstimmung, der wenigstens die Reduzierung und Beschränkung von Tiertransporten forderte. Er wurde mit den Stimmen der CDU/ CSU und der SPD bei Enthaltung der Linken abgelehnt.

Petition mitzeichnen: Stopp von Lebendexporten
Unser Dachverband, der Deutsche Tierschutzbund e.V., hat sich mit der Forderung, den Export lebender Tiere in Drittländer zu stoppen, an den zuständigen EU-Kommissar gewandt, hier nachzulesen.

Er unterstützt auch die Unterschriftensammlung von Animals International, mit der die Weltorganisation für Tiergesundheit aufgefordert wird, sich Exporten von lebenden Tieren weltweit entgegenzusetzen. Hier können Sie die Petition mitzeichnen.

Sie können helfen
Misshandlung von Tieren, das völlige Fehlen von Tierschutzgesetzen und Vollzugsmöglichkeiten – diese Missstände müssen Themen der internationalen Politik werden.In einer Demokratie ist es Aufgabe der Bürgerinnen und Bürger, dafür zu sorgen. Wir alle können unseren politischen Vertretern klarmachen, dass wir von ihnen erwarten, Tierschutz im Inland zu mehr als einer Floskel und auch international zur Bedingung für Zusammenarbeit zu machen.

Jeder kann sofort dazu beitragen:
Schreiben Sie Ihren Vertretern im Bundestag und im Europäischen Parlament, dass Sie von Ihnen erwarten, gegen Tierquälerei einzutreten. Sprechen Sie auch im privaten Rahmen aus, was Sie über Tierquälerei innerhalb und außerhalb Europas denken. Machen SieTierschutz zum Wahlkampfthema!

Kinder sind die Wähler – und die Politiker! – von morgen
deshalb setzt Achtung für Tiere mit Tierschutz-Bildungsarbeit bei Kindern und Jugendlichen an. Tierquälerei ist in vielen Erscheinungsformen nicht wirklich „geheim“, wir wollen nur oft nichts über sie wissen.Nur wenn schon Kindern lernen, diesen Mechanismus des Wegsehens zu durchbrechen und sich aktiv für Tiere einzusetzen, kann sich langfristig etwas für die Tiere ändern.

Helfen Sie uns, Tieren zu helfen:
IBAN: DE17 4785 0065 0010 0078 98
SWIFT-BIC:

WELADED1GTL

Sparkasse Gütersloh
(Kontonr.: 1000 7898
BLZ: 478 500 65)

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Mithelfen

Möchten Sie Achtung für Tiere aktiv unterstützen?
Dazu gibt es viele Möglichkeiten.


Wir freuen uns über jeden,
der mithelfen will!

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Termine

10. Dezember 2017: Weihnachtsfest auf dem Tierschutzhof, 13-17 Uhr

20.-24. Februar 2018: Stand auf der didacta in Hannover, 10-18 Uhr

28. April 2018: Demonstration gegen Tierversuche, Gütersloh, 11-16 Uhr

4. & 5. Mai 2018: Tierschutzlehrertagung, Tierschutzhof

18. - 21. Mai 2018: Demo gegen Ponyleid auf der Pfingstkirmes, 17-19 Uhr

27. Mai 2018: Frühlingsfest, Tierschutzhof, 12-16 Uhr

22. Juni 2018: Mitgliederversammlung auf dem Tierschutzhof

25. Juli 2018: Demo gegen Ponyleid beim Jakobimarkt, 13-16 Uhr

31. August - 02. September 2018: Demo gegen Ponyleid beim Verler Leben, 16-18 Uhr

29. September - 07. Oktober 2018: Demo gegen Ponyleid auf der Michaeliskirmes, 17-19 Uhr

20. - 22. Oktober 2018: Demo gegen Ponyleid auf dem Pollhans-Markt, 16-18 Uhr

Weitere Informationen ►

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Achtung für Tiere e.V. - Für Freunde in Not
Melanchthonstr. 13
33334 Gütersloh

www. achtung-fuer-tiere.de
info@achtung-fuer-tiere.de
Tel.: 05241-238467

Spenden und Beiträge steuerlich absetzbar. Als gemeinnützig und besonders förderungswürdig anerkannt.

Ausstellung von Spendenquittungen zum Jahreswechsel, auf Wunsch auch früher.


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