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Sondernewsletter: Krankenfelle

Während wir uns im letzten Jahr über die vergleichsweise gute Gesundheit und seltene Tierarzt- und Klinikkonsultationen unserer Pflegefelle freuten, machen sich Alter, Vorerkrankungen und unbekannte Lebensgeschichten in diesem Jahr umso gnadenloser bemerkbar.

Neben ihren bekannten »Schäferhund-Sollbruchstellen« hatte Lina in diesem Jahr mehrfach mit ebenfalls zuchtbedingten Hüft- und Ellbogenproblemen zu tun, die wir aber immer wieder in den Griff bekommen. Bilbos Darmverschluss im Frühjahr konnte schnell und zum Glück erfolgreich behandelt werden. Wie so oft bei unseren Notfellen, spielte sich das Ganze sonntags im Notdienst ab, was unserer Kasse nicht wirklich gut tat. Doch sind wir über die sofortige Hilfe froh, denn Bilbo war in akuter Lebensgefahr.

Durch eine vorsorgliche Blutuntersuchung wurde bei ihm außerdem kürzlich ein erhöhter Nierenwert festgestellt. Wir wissen nicht, wie alt Bilbo ist und wie sein Leben auf der Straße aussah.

Er zeigt (noch) keine Symptome eines Nierenversagens, allerdings werden erhöhte Werte erst messbar, wenn zwei Drittel der Nieren nicht arbeiten. Alle unsere Tiere bekommen qualitativ hochwertiges Futter. Bilbo isst nun aber sicherheitshalber Nierendiät und bekommt Medikamente zur Nierenentlastung, was bei einem so schweren Hund mit hohen zusätzlichen Kosten verbunden ist.

Meerschweinchen musste wegen einer unspezifischen Infektion behandelt, Ayses Lidtumoren erneut operiert werden. Luzi bekam inkontinenzbedingt und vermutlich infolge Taubheitsempfindungen wunde Stellen und bedurfte erheblicher medizinischer Hilfs- und Pflegemaßnahmen und auch Cäsar wurde lange Zeit über sein Futter medikamentös versorgt.

Große Sorgen machten uns im Sommer etliche Katzen. Meerschweinchen, Robby, Emma, Härchen, Jerry, Tom und Lilly aßen wechselhaft und zeitweise nicht. Sie hatten kein Fieber und zeigten keine weiteren Symptome. Zeitweise dachten wir an eine Vergiftung, wobei unsere Tiere durch den tollen blickdichten und hohen Zaun sehr gut abgesichert sind. Man sieht sie von außen nicht und muss erst auf das Grundstück kommen, um etwas über den Zaun werfen zu können.

Aber denkbar ist eine solche Bosheit natürlich sehr wohl. Allerdings war die Appetitlosigkeit so diffus über die Katzengruppen verteilt, dass wir so etwas nicht wirklich glauben wollen. Untersuchungen und Blutanalysen brachten keinen Aufschluss. Wir wurden vermutlich die besten Kunden winziger Abpackungen geschmacksverstärkter Super-Katzenfutter-Sorten - schließlich aßen alle von selbst wieder normal!

Nach unspezifischen Symptomen und einigem Suchen wurde bei Miese ein Lungentumor festgestellt. Die kleine Katze ist sechzehn Jahre alt und wird nun mit sehr starken Medikamenten palliativ behandelt. Wir werden ihr keine Lungenoperation mit zweifelhaftem Ausgang zumuten. Aber wir werden sie solange umsorgen, wie ihre Lebensfreude andauert.

Neben all dem gab es die üblichen »Dauerbrenner«: konstante Entwurmungen, regelmäßige Impfungen sowie die „übliche Wehwehchen“, wie temporäre Harnwegs- und Fellwechselprobleme unserer »Friedhofkatzen« und Zipperlein mit Augen oder Ohren. Linas stetig wiederkehrende Durchfälle und Ekzeme und die ständige Versorgung etlicher Tiere mit Magen-Darm-, Allergie- oder Nierendiät sind Alltag.

Bei allen Sorgen geben uns die Tiere jede Menge Grund zur Freude, z.B. der wieder genesene, »tobsüchtige« Bilbo und seine unersetzliche Spielkameradin Lina; Esel Herbert, der auf Zuruf sofort zu uns kommt; die gesundeten Katzen, die sich genüsslich in der Sonne fläzen oder unsere beiden ehemaligen »Waldkatzen« Emma und Molly. Nachdem sie, von ihren Menschen verlassen, jahrelang ohne Dach über dem Kopf im Wald gelebt hatten, stand wegen diverser Erkrankungen ein Tierarzt- und Klinik-Marathon an. Beide sind seit einigen Monaten fit, und selbst Emmas schlimme Pfotenerkrankung ist derzeit symptomlos! Und selbst wenn traurige Ereignisse unvermeidlich werden und unsere Vierbeiner in die ewigen Jagdgründe aufbrechen, findet das in ihrer gewohnten Umgebung, angstarm oder angstfrei, friedlich und behütet statt.

Alles, was wir für die Tiere tun können, gibt es nicht gratis. Wir danken Ihnen, die Sie uns zuverlässig, teilweise bereits von Anfang an, regelmäßig mit Ihren Spenden unterstützen, damit wir diesen Tieren und vielen weiteren helfen können. Bitte bleiben Sie mit uns an der Seite hilfebedürftiger Tiere, damit wir auch dieses finanziell sehr schwierige und extrem pflegeintensive Jahr gemeinsam gut überstehen und für die kommenden gewappnet sind.


Achtung für Tiere e.V. - Für Freunde in Not
Melanchthonstr. 13
33334 Gütersloh
Tel: 05241-238467

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Spenden und Beiträge steuerlich absetzbar. Als gemeinnützig und besonders förderungswürdig anerkannt.

Ausstellung von Spendenquittungen zum Jahreswechsel, auf Wunsch auch früher.


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