Newsletter Mai 2012

»Es gibt keinen triftigen Grund, die Interessen von Menschen
für wichtiger zu halten als die von Tieren.
Wir können Tiere leichter vernichten als sie uns, das ist die einzige
feste Grundlage unseres Anspruchs auf Überlegenheit.«

Bertrand Russell

Liebe Tierfreundinnen und Tierfreunde,

noch ein Artikel erschien über unsere kleine, tapfere und unverzagte Luzi, diesmal überregional in du und das tier. Außerdem ziehen andere wichtige Ereignisse ihre Schatten hinterher oder werfen sie voraus… Viel Spaß beim Lesen und Fotos Ansehen. Und bitte nehmen Sie auch die wichtige Petition zur Kenntnis.

Inhalt:

Bau- und Renovierungsmaßnahmen

Ferienspiele

Petition »Wildtiere raus aus dem Wohnzimmer«

Schulklasse aus Arnstadt besucht Bilbo und seine Freunde

Termine

Mithelfen

Alle bisherigen Newsletter finden sich im Archiv

Bau- und Renovierungsmaßnahmen

Zwischenzeitlich wurden unsere mangels Problemlösungskompetenz unterbrochenen Renovierungsbemühungen von unserem Mitglied Helmut Beil aus Frankfurt fortgesetzt. Er kam extra für drei Tage nach Gütersloh, flieste trotz Katzenhaar-Allergie fachmännisch die Wände des neben dem größten Katzenzimmer gelegenen Hundeflurs, sogar mit Bordüre… Da wir viele Wochen im Jahr mit den Folgen von Linas empfindlichen Ausscheidungsorganen zu kämpfen haben, profitieren wir sozusagen fortwährend von dieser genialen Maßnahme, denn Urin- und Kotreste »versacken« nun nicht mehr in Tapeten und Fußleistenritzen, sondern können endlich rückstandslos entfernt werden!

Das Gleiche gilt für eine Wand im großen Katzenzimmer, die besonders von Robby, Jerry und Choco frequentiert wird und nun ebenfalls gefliest ist. Die Wände sehen aus wie gemalt. Nun müssen wir nur noch den Rest passend dazu renovieren…

Wir danken Helmut Beil für die mit viel Sorgfalt und persönlichem Aufwand geleistete ehrenamtliche Hilfe.

Helmut ergriff die Gelegenheit des seltenen Besuchs, um seinem speziellen Freund Herbert inmitten von dessen Kumpels einen Besuch abzustatten. Und er staunte nicht schlecht, als er Luzi dort mit ihrem Rolli durch die Gegend flitzen sah.

Wir hatten monatelang versucht, eine katzensichere Abdichtung von Linas Außenbereich zu bewerkstelligen. Erfolglos. Zwischenzeitlich hatten zwei Katzen gelernt, oben auf dem Balkon mehrere Meter senkrecht am Katzennetz hoch und darüber zu klettern. Wir mussten also den Zugang vom Garten für bestimmte Katzen unterbrechen, während andere ihn benötigen. Speziell Cäsar muss trotz zunehmender orthopädischer Handicaps sicher in den ersten Stock gelangen.

Solche Probleme stellen sich täglich. Kein Tag ist wie der andere und selten einer ohne Überraschungen… Nachdem auch Hilfsaufrufe erfolglos waren mussten wir einen pfiffigen Handwerker beauftragen. Nun ist Linas Auslauf ein zusätzliches Gehege für scheue oder griffige Katzen, wir haben eine flache Katzenleiter, die wir anlegen und abnehmen können, sodass die Klettermaxen nicht über den Balkon stiften gehen, Cäsar aber trotzdem im Garten herumstromern kann. Und eine Sandsteinmauer wurde verkleidet, sodass man auch sie von Ausscheidungen reinigen kann.

DANKE!

Sie alle, die Sie uns aktiv und/ oder mit Spenden unterstützen, haben wesentlichen Anteil daran, dass wir Tiere retten und lebenslang versorgen können. Begegnungen mit Molly, Bilbo, Herbert und unseren anderen Schützlingen wecken Mitgefühl und Verständnis. Sie lassen Menschen Persönlichkeiten erleben, die zwar anders sind als wir – aber wir selbst sind ja auch anders, als z. B. unser Nachbar. Die Gemeinsamkeiten überwiegen die Unterschiede. Jedes Schwein und jede Ratte ist eine Persönlichkeit wie unsere Luzi, auch wenn sie keine Chance haben, uns dies zu zeigen, und wir sie in einer namenlosen Masse untergehen lassen. Wir freuen uns darüber, dass wir Dank Ihrer Hilfe bei vielen Aktionen den namen- und sprachlosen Tieren eindrücklich unsere Stimme geben können. Bitte helfen Sie uns, unsere Arbeit für die Tiere fortzusetzen.

Ferienspiele

Vorweg einen ganz herzlichen Dank denen, die zuverlässig mitgeholfen haben, dieses tolle Projekt wieder in trockene Tücher zu bringen - trotz beruflicher und gesundheitlicher Zwischenfälle!!!

Die Ferienspiele haben allen wieder viel Spaß gemacht. Pressestimmen finden Sie hier.

Wir lernten aufgeweckte, mitfühlende und leistungsbereite bemerkenswerte junge Tierfreundinnen und Tierfreunde kennen. Diesmal waren sogar zwei Vegetarierinnen dabei.

Die Jugendlichen haben ja noch so viel Lebenszeit, in der sie etwas für die Tiere bewegen können - wenn wir es schaffen, ihnen Begeisterung, Zuversicht, Beharrlichkeit und Mut zu vermitteln, die wir alle brauchen, wenn wir uns erfolgreich für Tiere engagieren wollen.

Ob wir das Tierschutz-Diplom weiterführen können, wissen wir noch nicht, da sich bei einigen Hauptakteuren grundlegende berufliche Veränderungen ergeben haben. Die vieltägigen Vorbereitungen, die Durchführung der vier Tage und ihre mehrtägige Nachbereitung nehmen schätzungsweise 250 Stunden ehrenamtliche Arbeit in Anspruch. Einige von uns müssen mehrere Tage Urlaub nehmen, was zu Engpässen führen kann. Wir haben nicht nur einen hohen Betreuungsschlüssel, weil wir Tiere mit Handicap und Kinder zusammenbringen. Unsere Vereinslokalität wird erheblich umstrukturiert, damit alles reibungslos funktioniert, wir unseren Gästen und den Tieren gerecht werden und der tägliche Ablauf weitergehen kann.

Die Spiele in andere Räumlichkeiten zu verlegen, würde bedeuten, dass die meisten unserer Tiere nicht teilnehmen könnten und das Projekt wesentlich theoretischer würde. Und die Tiere könnten sich nicht jederzeit zurückziehen. Die Sicherung der Kinder und der Tiere wären in einer öffentlichen Lokalität schwieriger. Solange es den Tierschutzhof nicht gibt, müssen wir uns behelfen. Der Zeitaufwand ist auch durch den pädagogischen und Tierschutz-Anspruch begründet. Diskussionen, Dokumentation, Ergebnissicherung, aussagekräftige Feedbacks und gemeinsam erarbeitete Produkte, die von uns erstellte Zeitung für die Kinder, Fotogalerien und Pressemitteilungen sind uns wichtig.

»Die Sprache der Hunde« stellen wir ein. Das dreitägige Tierschutz-Diplom führen wir im August noch einmal durch. Danach werden wir intensiv versuchen, einen Sponsor zu finden, der es uns ermöglicht, dabei auch bezahlte Kräfte einplanen zu können. Bis uns das gelingt, werden wir unsere Jugendarbeit auf weniger personenintensive Projekte, wie z.B. Unterrichtsmaterial, konzentrieren. Wir bitten jede und jeden, der dazu in der Lage ist, unsere Bemühungen aktiv und finanziell zu unterstützen.

Sowohl Ihre helfenden Hände, als auch Ihre Spenden können den großen Unterschied ausmachen, der es uns ermöglicht, die Ferienspiele fortzuführen. Vielen Dank.

Sehen Sie hier Fotodokumente und Stichproben der Feedbacks aus den letzten Jahren.

Petition »Wildtiere raus aus dem Wohnzimmer«

Exotische Tiere in privater Haltung sind zwar kein gänzlich neues, aber doch ein Phänomen, das wohl noch nie so verbreitet war wie aktuell. Wir weisen in diesem Zusammenhang auf eine Petition von Peta hin, die sich für den Schutz der Tiere vor der Sammelleidenschaft einiger Menschen ausspricht. Die Vorliebe für Exoten ist wegen mangelndem Wissen über ihre speziellen Ansprüche für die betroffenen Tiere oft mit erheblichen Leiden verbunden.

Schulklasse aus Arnstadt besucht Bilbo und seine Freunde

Wir hatten bereits über die rührigen Schülerinnen und Schüler aus Thüringen berichtet. Im Anschluss an einen Schulbesuch, den Bilbo im letzten Jahr dort durchgeführt hatte, veranstalteten die Jugendlichen Infostände, sammelten Unterschriften, entwarfen eigenes Infomaterial und führten mehrfach das Rollenspiel »Gerechtigkeit für Tiere« auf. Damit schafften sie es bis in den Landtag nach Erfurt.

Beeindruckt vom Engagement, dem Durchhaltevermögen und vielen freundlichen Briefen und Bildern der Kinder, entschlossen sich die Aktiven von Achtung für Tiere, die elf Kinder und ihre Lehrerinnen einzuladen, um ihnen praktischen Einblick in unsere Arbeit zu geben und nette Dinge mit ihnen zusammen zu unternehmen.

Die Kinder werden im Bildungsgang zur individuellen Lernförderung beschult, haben zum Teil schwierige erste Lebensjahre bewältigt und setzen sich trotzdem – oder gerade deshalb – erfolgreich und bewundernswert für Schwächere ein: Tiere, die nicht einmal Rechte haben.

Die Bahnfahrt der Schulklasse wird durch Spenden finanziert, die die Jugendlichen infolge ihrer Auftritte erhalten haben. Im Moment arbeiten wir an einem »Programm« für den Besuch im Juli. Wenn Sie bei dieser tollen Aktion, auf die sich Kinder, Lehrerinnen, Aktive von Achtung für Tiere und unsere Vierbeiner, allen voran Bilbo, sehr freuen, helfen möchten, melden Sie sich bitte unter Tel. 05241-238467 oder info@achtung-fuer-tiere.de. Wir benötigen u.a. tätige Hilfe von Sonntag, den 15.07. bis Mittwoch, den 18.07., Personen mit Auto, vegetarische und vegane Leckereien, leihweise einen Grill, mehrere kleinere Zelte und vieles mehr.

Termine

26. Mai 2012: Jugendgruppentreffen, 10 - 16 Uhr, Melanchthonstr. 13, Gütersloh (Anmeldung erforderlich!)

01. Juni 2012: Informationstreffen, 19 Uhr. Auf Betreiben der Teilnehmenden wurde unser Stammtisch in "Informationstreffen" umbenannt. Infolge der Schwierigkeiten, eine geeignete öffentliche Lokalität zu finden, findet das nächste Treffen in der Melanchthonstr. 13, Gütersloh statt.

01.Juli 2012: Waldgottesdienst für Mensch und Tier, Waterbör Bielefeld

13. – 15. August 2012: Ferienspiele »Tierschutzdiplom«

Foto: Hans Snoek / pixelio

Mithelfen

Möchten Sie unseren Verein und unsere Projekte aktiv unterstützen? Dazu gibt es viele Möglichkeiten.

Wir freuen uns über jeden, der mithelfen will!


Tierfreundich grüßt Sie

Ihr Achtung für Tiere-Team


Achtung für Tiere e.V. - Für Freunde in Not
Melanchthonstr. 13
33334 Gütersloh
Tel: 05241-238467
Commerzbank Gütersloh
Konto-Nr. 153 78 44 00
BLZ 478 400 65

Internet: www.achtung-fuer-tiere.de

eMail: info@achtung-fuer-tiere.de

Fon: 05241-238467

Sparkasse Gütersloh
Konto-Nr.: 10 007 898
BLZ: 478 500 65

Spenden und Beiträge steuerlich absetzbar. Als gemeinnützig und besonders förderungswürdig anerkannt.



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