Achtung für Tiere e.V. :: Newsletter

Achtung für Tiere e.V.

für Freunde in Not

 

Newsletter April 2010

»Keine Zukunft vermag gut zu machen, was du in der Gegenwart versäumst.«

Albert Schweitzer, 1875-1965

 

Frühlingsgrüße von Luzi, Choco, Härchen und Alte Katze

 

Liebe Tierfreundinnen und Tierfreunde!

Willkommen zu unserem April-Newsletter. In dieser Ausgabe liegt der Schwerpunkt im Bereich des politischen Tierschutzes; zwei wichtige Gesetzesvorhaben stehen zur Entscheidung an, einmal auf EU-Ebene, einmal in Nordrhein-Westfalen, und in beiden Fällen bleibt nur noch wenig Zeit, eine Verbesserung zu bewirken

 

In diesem Newsletter:

EU-Tierversuchsrichtlinie

Verbandsklage NRW

Tierschutztagung in Bad Boll

Gute Geschäfte Gütersloh

Weitere Tierschutzanliegen

Termine

Mithelfen

EU-Tierversuchsrichtlinie

Die neue Version einer europäischen Tierversuchsrichtlinie sieht drastische Verschlechterungen für die Tiere vor und will einzelnen Ländern verbieten, Tierschutzstandards national anzuheben. Erfahren Sie die wichtigsten Fakten über die Richtlinie und was Sie tun können, um die eklatanten Rückschritte für die Tiere in europäischen Laboren zu verhindern!

Weiterlesen

Der 24. April ist der Internationale Tag zur Abschaffung der Tierversuche.

Bitte schließen Sie sich zu diesem Anlass Demonstrationen an und schreiben Protest- und Leserbriefe!

 

Tierschutzverbandsklage NRW

Die bevorstehenden Landtagswahlen in NRW bieten eine gute Möglichkeit, die Aufmerksamkeit der Landespolitiker auf ein weiteres wichtiges Thema zu lenken, die Tierschutzverbandsklage. Sie ist ein unverzichtbares Instrument, um den seit 2002 im Grundgesetz verankerten Tierschutz in der Realität durchzusetzen. Die bisherige Rechtslage ermöglicht es zwar sowohl Privatpersonen als auch Tierschutzverbänden in Fällen von Tierquälerei Strafanzeige zu erstatten, sie können allerdings keine gerichtliche Verhandlung herbeiführen, weil sie nicht als Kläger auftreten dürfen. Deshalb dürfen sie auch nicht bei Gerichtsverhandlungen mitwirken oder Berufung einlegen. Juristische oder private Personen dürfen bisher nur in eigenem Interesse klagen. Minderjährige erhalten einen gesetzlichen Vertreter, aber in ihren Rechten beeinträchtigte Tiere stehen ohne Anwalt ihrer Interessen da. Bisher haben ausschließlich Tiernutzer die Chance, ihre Interessen vor Gericht zu vertreten (z. B. Wissenschaftler, die Tierversuche durchführen wollen und sich ansonsten in ihrer Forschungsfreiheit beeinträchtigt sehen).

Die Verbandsklage würde Tierschutzverbänden die Möglichkeit eröffnen, als Kläger vor Gericht aufzutreten und ihnen auch gegenüber anderen Behörden mehr Gewicht verleihen. Im Natur- und Verbraucherschutz gibt es Verbandsklagen seit geraumer Zeit, aber nur Bremen hat bisher die Tierschutzverbandsklage eingeführt. Viele Missstände in den verschiedensten Bereichen der Tiernutzung zeigen deutlich, dass neue Instrumente benötigt werden. In NRW lehnen die regierenden Parteien CDU und FDP die Einführung der Tierschutzverbandsklage bisher ab.

 

Wenn Sie die Durchsetzungskraft des Tierschutzes im bevölkerungsreichsten Bundesland erhöht wissen möchten, wenden Sie sich bitte mithilfe der von den »Tierfreunden« erstellten Petition an Dr. Rüttgers und Dr. Pinkwart!

Tierschutztagung in Bad Boll

Vom 5. bis 7. März 2010 fand an der Evangelischen Akademie Bad Boll die Tagung »Belastung von Tieren - Was ist ethisch vertretbar?« statt. Im ersten Teil hörten die Teilnehmer Vorträge zum Thema, u. a. dazu, wie Belastungen objektiv erfassbar sind oder welche Maßstäbe im Umgang mit Tieren angelegt werden. Ein Redner war der Schweizer Anwalt Dr. Gieri Bollinger, der sich für die Einführung eines Tieranwaltes einsetzt. Auch wenn er im ersten Anlauf gescheitert ist, wird er die Idee eines Anwaltes, der wie bei einem menschlichen Opfer einer Straftat die Interessen seines Mandanten vor Gericht vertreten kann, weiterverfolgen. Auch das deutsche Tierschutzgesetz wurde auf ethische Aspekte und das Prinzip der Verhältnismäßigkeit untersucht.

Im zweiten Teil der Tagung teilte man sich in vier Arbeitsgruppen auf, die die Themen Tierversuche, Nutztierhaltung, Wildtiere und Heimtiere bearbeiteten. Aus Zeitgründen können wir hier nur die Ergebnisse der Gruppe »Heimtiere« kurz vorstellen.

 

In der Gruppe Heimtiere diskutierten (Amts-)Tierärzte, Dr. Deiniger von der Akademie für Tierschutz, Vertreter des Zoohandels und Mitglieder von Tierschutzorganisationen die ethischen Aspekte der Haustierhaltung. Man war sich schnell einig, dass Menschen Tiere aus egoistischen Gründen bei sich wohnen lassen und deswegen verpflichtet sind, für eine artgerechte Haltung zu sorgen. Nur wenn das möglich ist, dürften Tiere angeschafft werden. In der Annahme, dass häusliche Missstände in der Tierhaltung oft eher Nichtwissen als böser Absicht geschuldet sind, wurde ein Nachweis der Befähigung zur Haltung von Tieren gefordert. In Anlehnung an den Führerschein sollten potentielle Tierhalter vor dem Kauf eines Tieres bzw. der Übernahme aus einem Tierheim sowohl Kenntnisse der betreffenden Tierart und deren Bedürfnisse als auch die materiellen Voraussetzungen für eine artgerechte Haltung nachweisen müssen. Die endgültige Form eines solchen Nachweises sowie die Möglichkeiten der Kontrolle konnten in der Kürze der Zeit natürlich nicht festgelegt werden, aber es handelt sich um einen interessanten Denkansatz.

Desweiteren wurden übereinstimmend Verbote von Qualzuchten und gewerbsmäßigem Auslandstierhandel gefordert. Außerdem wurde die Notwendigkeit einer durchgängigen Kennzeichnung und Registrierung von Haustieren (soweit anatomisch möglich) gesehen, damit sich kein Halter mehr aus der Verantwortung für das übernommene Tier stehlen kann (z. B. durch Aussetzen).

In den Gruppen zu Tierversuchen und Nutztierhaltung wurde die wirklich große ethische Frage, nämlich mit welchem Recht der Mensch Tiere (qualvoll) nutzt, ausgeklammert.

Den Abschluss der Tagung bildete die Verabschiedung einer
Resolution zur geplanten EU-Tierversuchsrichtlinie (siehe oben).

Gute Geschäfte Gütersloh

Am Freitag, dem 19. März 2010, nahmen zwei Vereins-mitglieder an dem »Marktplatz für Unternehmen und Gemeinnützige« teil, der unter dem Motto »Gute Geschäfte Gütersloh« stand. Wenn alle Vereinbarungen wirklich in

die Tat umgesetzt werden können, wird uns das ein gutes Stück voran bringen.
 

Lesen Sie mehr über unsere Teilnahme an dieser

außergewöhnlichen Veranstaltung!

 


Weitere Tierschutzanliegen

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Wenn Sie sich noch weiter engagieren möchten, weisen wir Sie auf zwei wichtige Unterschriftenlisten hin.
 

4 Pfoten machen auf Missstände auf einem Geflügelhof in Gemmingen aufmerksam.
 

PETA widmet sich ebenfalls der Frage der Heimtierhaltung (vgl. Bad Boll).

Da gerade in der Anfangsphase unseres Newsletters ständig neue Abonnenten hinzukommen, behalten wir die Hinweise auf unsere Termine und die verschiedenen Möglichkeiten, die Arbeit von Achtung für Tiere aktiv zu unterstützen, vorerst in jeder Ausgabe bei - zumal sich ein Blick darauf auch für »alte Newsletter-Hasen« immer wieder lohnen wird.
 

Termine

06. und 07. April 2010: Ferienspiele »Tiere schützen und verstehen - Das Tierschutzdiplom«, Gütersloh, in Kooperation mit Ärzte gegen Tierversuche e.V.
17. April 2010:  Demo »Erhebe Deine Stimme« in Hannover, Steintor Platz, 11 - 17 Uhr
24. April 2010: Internationaler Tag zur Abschaffung der Tierversuche; Aktionstag in Frankfurt am Main, Hauptwache, ab 10 Uhr
13. Juni 2010: Tiergottesdienst in der Waterboer, Bielefeld-Senne - in Zusammenarbeit mit der Stadtkirchenarbeit
27. - 29. August 2010: Kirchentag für Mensch und Tier in Dortmund

 

 

 

Foto: Hans Snoek / pixelio

Mithelfen

Möchten Sie unseren Verein und unsere Projekte aktiv unterstützen? Dazu gibt es viele Möglichkeiten.
 

Wir freuen uns über jeden, der mithelfen will!

 

Wer mehr Geld als Zeit hat, kann mit Spenden helfen die hohen Kosten, die durch Futter, Streu und tierärztliche Behandlungen/Medikamente für unsere Tiere entstehen, zu decken. Spenden ermöglichen uns aber auch größere Bevölkerungskreise über Tierleid und die Möglichkeiten, dieses abzuschaffen, aufzuklären.

 

Vor allem würden wir gerne unsere Arbeit mit und für Jugendliche ausbauen. Auch dabei brauchen wir finanzielle Unterstützung.

Dies gilt auch für die Arbeit mit und für Senioren und unser Fernziel »Tierschutzhof: Menschen für Tiere" unter dem Motto "Gemeinsam statt einsam«.

 

Wer mehr Zeit als Geld hat, kann uns mit zuverlässiger und regelmäßiger Hilfe beim Versorgen der Tiere, beim Saubermachen, bei Instandhaltungsarbeiten und bei Organisation, Vorbereitung und Durchführung unserer Aktivitäten (Informationsstände, Teilnahme an Demonstrationen, Ferienspiele, Tierschutzunterricht, Gottesdienste) unterstützen.
 

Auch sind wir immer dankbar, wenn jemand uns sein Fachwissen zur Verfügung stellt (IT, Druck, juristische Beratung, handwerkliche Kenntnisse... Es gibt fast nichts, was wir nicht brauchen könnten).
 

Also, zögern Sie nicht und machen Sie mit: Gemeinsam können wir die Achtung und Gerechtigkeit für Tiere ein gutes Stück voranbringen!.

 

Dringend möchten wir Ihnen auch weiterhin die Verbreitung unserer wichtigen Unterschriftenlisten zu den Themen Transparenz bei Tierversuchen, Zirkus und Tierquälerei ans Herz legen!

 

 

Tierfreundich grüßt Sie
 

Ihr Team von Achtung für Tiere

 


Achtung für Tiere - Für Freunde in Not e.V.
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33334 Gütersloh
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Spenden und Beiträge steuerlich absetzbar. Als gemeinnützig und besonders förderungswürdig anerkannt.



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