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Die meisten Tiere leben bei uns in Gütersloh in einem Siedlungshaus. Da es dort einerseits für alle schon lange zu eng ist und wir andererseits mehr Tieren helfen möchten, suchen wir einen bezahlbaren Resthof. Falls wir entsprechend engagierte Mitstreiter finden, könnten wir einen richtigen Tierschutzhof aufbauen. Wir möchten dort mit Tierfreundinnen und Tierfreunden leben, alt werden und vor allem rechtzeitig dafür sorgen, dass die Arbeit für die Tiere nach unserem Tod weitergeht!
Wer gegen Tierleid aktiv wird, kommt mit der belastenden Realität besser zurecht - und wer sich mit anderen zusammentut, erreicht mehr für die Tiere. Ein Mehrgenerationenwohnprojekt zu Gunsten der Tiere – das bedeutet für uns gegenseitige Unterstützung bei der Arbeit für Tiere, alltägliche Hilfe, wo sie nötig ist, bei absoluter Wahrung der Privatsphäre, engen Kontakt zu den Tieren, Sicherheit, Verständnis und Austausch. Wir können uns nichts Schöneres vorstellen, als unter solchen Bedingungen bis ins hohe Alter für die Sache der Tiere einzutreten.
Wenn die richtigen Personen zusammenkommen, ließen sich auf einem geeigneten Hof vielfältige Aktionen für Tiere initiieren: zum Beispiel Kindertierschutzferien, Besuche und Informationsveranstaltungen für Seniorengruppen, Seminare über Tierschutz im Alltag, Prävention von Krankheiten, Hilfe bei Verhaltensproblemen, Erste Hilfe bei Tieren und, und, und…
Wer sich damit auskennt, könnte eine kleine Gastronomie einrichten und jemand anderes könnte einen kleinen Shop mit tierschutzkonformem Artikeln für Tiere betreiben. Denn unsere Schützlinge kosten viel Geld, das weiß jeder, der einmal ein altes oder chronisch krankes Tier gepflegt hat, und davon haben wir viele und könnten noch viel mehr haben.
Vielleicht findet sich auch jemand, der sich mit Landwirtschaft oder Gartenbau auskennt und wir könnten selbst Biogemüse anbauen. Möglicherweise könnten wir uns über eine eigene Energieversorgung auch etwas unabhängiger von der zentralen Energieversorgung machen. Wer weniger Geld zum Leben braucht, muss auch weniger verdienen und weniger Steuern zahlen. Mit unseren Steuern werden wiederum Tierversuche, Stierkämpfe und andere Tierquälereien finanziert. Dazu möchten wir möglichst wenig beitragen.
Wir wollen natürlich auch auf einem Hof in einer eigenen Wohneinheit leben. Dabei könnten trotzdem viele Dinge gemeinsam besser zu bewerkstelligen sein. Zahlreiche Mehrgenerationenwohnkonzepte unter dem Motto „Gemeinsam statt einsam“, „Die Wunschwohner“ usw. machen vor, dass so etwas klappen kann und die Wohnform der Zukunft werden könnte. Wir möchten ein ähnliches Projekt starten – allerdings unter der Überschrift „Menschen für Tiere".
Leider haben sich bisher weder eine passende Immobilie noch ernsthafte Interessenten gefunden. Jüngere Tierfreunde haben daran wenig Interesse, da ihr beruflicher und privater Werdegang unklar ist. Personen mittleren Alters wollen komfortable Lebensverhältnisse nicht ändern. Die einzigen, die sich für diese Idee bislang ernsthaft interessieren sind Personen, die bereits jetzt Hilfe benötigen. Ein solches Projekt kann jedoch nur dann funktionieren, wenn wir uns kümmern, bevor wir selbst von Hilfe abhängig sind.
Wir müssen die Weichen stellen und es aufbauen, solange wir noch fit sind. Dazu brauchen wir mehrere Aktive, Ideen und Geld. Allerdings fließt das Geld einiger Interessenten derzeit vor allem in die aufgenommenen Tiere. Wir suchen trotzdem weiter, denn unsere oberste Priorität ist, die Arbeit für die Tiere auch für die Zukunft abzusichern. Ein Tierschutzhof scheint uns dafür die beste Lösung zu sein.