Mit Beginn meines Tiermedizinstudiums in meiner Geburtsstadt Hannover wurde ich Vegetarierin. Es kam mir absurd vor, mir Gedanken um die Schmerzen einer kleinen Maus zu machen, gleichzeitig aber den Tod gesunder Tiere zu akzeptieren, um Fleisch zu essen, ohne dass es nötig ist. Bald trat ich auch SATIS bei (studentische Arbeitsgruppe gegen Tiermissbrauch im Studium).
Nach dem Studium beschäftigte ich mich mit Tierversuchen allgemein und fand für mich heraus, dass es bei weitem nicht nur ethische, sondern auch fundierte fachliche Argumente gegen Tierversuche gibt. Seit mehreren Jahren arbeite ich in einer Kommission nach § 15 Tierschutzgesetz in Oberbayern mit, in der Anträge zu Tierversuchen diskutiert werden. Eine oft frustrierende Arbeit, unterstützen doch die Kommissionsmitglieder Tierversuche an sich und lehnen nur aus sehr schwerwiegenden Gründen einen Antrag ab.
2003 machte ich die Ausbildung zur Tierschutzlehrerin in Graz und gehe seitdem für animal 2ooo und Ärzte gegen Tierversuche in verschiedene Schulen, um Tierschutzunterricht zu machen.
Seit 2006 wohne ich mit Mann, Tochter, Sohn und Kater in Dorfen und arbeite Teilzeit in einer Tierarztpraxis in St. Wolfgang.
Am meisten kann man erreichen, wenn man sich mit Gleichgesinnten zusammentut; so kann man sich auch gegenseitig Mut machen. Daher freue ich mich, bei „Achtung für Tiere“ mitarbeiten zu können.