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Angela von Darl

tl_files/_aft/bilder/themen/Angela.JPGMeine ersten prägenden Erfahrungen machte ich im Alter von 8 Jahren. Wir machten Urlaub auf dem Lande und ich bekam ein Zimmer über der Schlachterei. Jede Nacht wurde ich durch die Angst- und Todesschreie der Tiere geweckt. Meine Familie vermittelte mir, dass dies völlig normal sei und die Tiere dazu bestimmt seien, von uns Menschen gegessen zu werden. Das kann mich jedoch nicht so recht überzeugt haben, denn seither verfolgen mich immer wieder Alpträume.

 

 

Seit damals bin ich besonders sensibel für alles, was mit Tieren und Tierquälerei zu tun hat. Berichte über Schlachttiertransporte, das Schlachten von Hunden und Katzen, Tierzucht für Pelze, Schächten usw. veranlassten mich, Unterschriften zu sammeln und das Gespräch mit Verwandten, Freunden und Bekannten zu suchen. Ich dachte anfangs, jeder müsste doch ähnlich empfinden wie ich, doch begegnete mir auch erschreckend viel Unverständnis und Anfeindung.

 

 

Seit dieser Zeit entwickelte ich zunehmend den Wunsch, Tieren auch konkret zu helfen. Neben dem einen oder anderen Hund, stellten sich  Meerschweinchen und Kaninchen aus schlechter Haltung, ausgediente Tiere aus Tierversuchen oder übrig gebliebene, so genannte „Futtertiere“ aus Zoohandlungen ein. Irgendwann habe ich dann ausgediente Turnierpferde übernommen. Häufig werden Pferde, wenn z. B. wegen chronischer Bewegungsstörungen die Erfolge ausbleiben, an Freizeitreiter oder Schulbetriebe verkauft. Beginnende oder beidseitige Lahmheiten werden von Nicht-Fachleuten nämlich leicht übersehen oder ignoriert.

 

 

Obwohl ich schon viel Tierleid gesehen habe, möchte ich mich weiter informieren: über den artgerechten Umgang mit Tieren, über die Leiden, die Menschen Tieren zufügen, vor allem aber auch darüber, wie wir den Tieren helfen können. Das funktioniert in einer entsprechenden Gemeinschaft auf jeden Fall besser, als allein. Mir ist auch wichtig, Menschen zu kennen, mit denen ich über diese Dinge sprechen kann. Das hilft mir, mich auch selbst weiter zu entwickeln. Deswegen bin ich froh, Achtung für Tiere kennen gelernt zu haben und mich dort aktiv einbringen zu können.

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