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Name: Harry
Rasse: Foxhound
Geschlecht: Rüde
Alter: 15 Jahre

Beschreibung:

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Mit etwas Vorsicht sehr zu genießender Foxhound.

Harry stammte aus Russland und kam als Notfall aus der Sendung „Tiere suchen ein Zuhause“ von einer anderen Tierschutzorganisation, die ihn mehrfach erfolglos vermittelte, zu uns. Er war immer wieder wegen Aggressivität gegen Menschen, Hunde, Katzen – so ziemlich alles, was sich bewegte – zurückgegeben worden.

Hunde haben genetisch bedingt ein deutliches Rangordnungsbewusstsein. Kombiniert mit massiven Ängsten, speziell in Folge von Misshandlung durch Menschen, kann das schon einmal eine explosive Mischung sein.

Auch sonst zeigte Harry anfangs etliche Eigenschaften, die zwar unangenehm, für Tierheim- oder andere Hunde mit Zwingervergangenheit aber durchaus gängig sind. Zum Beispiel urinierte er mal eben gegen die Zimmerwand oder konnte in den ersten Tagen vor Stress und Angst keinen Kot absetzen, was sich noch lange Zeit wiederholte, wenn wir in einer fremden Umgebung waren. Harry hatte panische Angst, Gegenstände in den Mund zu nehmen und besaß generell kein sonderliches Vertrauen zu Menschen. Immer wieder erwartete er, plötzlich bestraft zu werden.

Alle diese Dinge legten sich, vertrauten Personen gegenüber, durch konsequentes Ignorieren unerwünschter und Belobigung gewollter Verhaltensweisen. Harry wurde von uns nie angeschrien und nie geschlagen. Allerdings setzten wir intensiv deeskalierende Maßnahmen, wie Beschwichtigungsgesten, die Vermeidung Stress erzeugender Situationen und Maulkorbtraining ein.

Harry war immer schwierig – aber er war ein Goldstück mit einem großen Herzen. Schließlich hasste er Katzen und Hunde und eigentlich auch viele Menschen. Doch er hat sich darauf eingelassen, es mit den meisten von denen, die wir ihm angeboten haben, einmal zu versuchen. Er hat sich zu einem Hund entwickelt, der in seinem Rudel gut zurecht kam und für seine Menschen nicht gefährlich war. Er hatte Freude am Leben, allerdings auch einige Macken, wie sie auch Menschen mit einer unglücklichen Vergangenheit haben können.

Und er war ein zäher Brocken. Er hat seine Nierenerkrankung lange bei guter Lebensqualität ertragen. Er ist etwa 15 Jahre alt geworden.

Harry fehlt uns mächtig, man musste halt immer sehr auf ihn aufpassen. Er lief nicht einfach so mit, sondern war eine Persönlichkeit, die immer auffiel, im Negativen, wie aber auch meist im Positiven.

 

Wir schicken ihn mit Albert Schweitzer, dem Tier- und Menschenfreund, auf die Reise:

"Lieber Gott, schütze alles was Odem hat, bewahre es vor allem Übel und lass es ruhig schlafen."


Wünschen wir es ihnen allen!

 

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