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Barbarossa

Name: Barbarossa
Rasse: Perserkater
Geschlecht: Kater
Alter: ca. 15 Jahre

Beschreibung:

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Etwas mürrischer Einzelgänger, chronische Niereninsuffizienz.

Barbarossas Menschen hatten die Freude an dem kuscheligen, grimmig dreinschauenden und tatsächlich auch vom Wesen nicht ganz einfach gestrickten Rotschopf schon lange verloren. Er streifte viele Monate durch fremde Gärten. Im zuständigen Tierheim war kein Perserkater als vermisst gemeldet. Eine Tätowierung oder einen Chip besaß Barbarossa - kurz Baba - nicht. Als wir ihn bekamen, mussten wir unter Narkose seinen verfilzten Pelz scheren und sein vereitertes Maul in Ordnung bringen. Er entpuppte sich früh als nierenkrank, als unsicherer Toilettenbenutzer und kleiner Stänkerer Katzenmädels gegenüber. Zuletzt lebte er lange in einer Jungensgruppe, zusammen mit Sandokan und dem alten Rocky.

Baba litt unter zwei typischen Perserkatzen-Problemen: seinem langen Fell und der kurzen Nase.

 

Babas Fellpflege war ein richtiges Dilemma: zwar musste er regelmäßig geschoren werden, jedoch fehlte es ihm dafür sehr an Geduld, was diese Aktionen für den nieren- und herzkranken Kater stressiger machte, als sie hätten sein müssen. Langhaarig bewegte er sich allerdings kaum, denn er wusste, dass er überall hängen bleiben konnte. Außerdem war sein Fell für die wärmere Jahreszeit viel zu dick. Kurzhaarig kletterte er im Garten sogar auf kleinere Bäume.

 

Das Fressen war für Baba zeitlebens mühsam, denn sein verkürzter Perser-Kiefer, machte es für ihn kompliziert, an seine Futterhappen zu kommen: immer hing er mit seinem ganzen Gesicht im Napf. Dabei hatte er für einen Perser sogar noch ein nur wenig entstelltes Gesicht!

Es erscheint uns unbegreiflich, dass die Zucht auf Kurzköpfigkeit von Katzen, Hunden oder Kaninchen, die häufig Schmerzen, Leiden und Schäden verursacht, nicht längst abgeschafft ist.

 

Baba ist vielleicht noch viel älter geworden, als wir ihn immer geschätzt haben. Er wurde zunehmend dement und seine Nierenwerte immer schlechter. Auch ein weiterer Tierarzt, den wir hinzuzogen, konnte ihm nicht mehr helfen.

 

Baba hat zum Schluss viel Zeit am Teich verbracht: er saß da und schaute stundenlang aufs Wasser. Nachts war er aber häufig unruhig. Als er nicht mehr fraß und anfing zu schwanken, haben wir ihn in den Katzenhimmel geschickt. Wir hoffen, dass er dort oben auf einen großen, schönen Teich schauen kann.

 

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