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Tierschutz im Unterricht

tl_files/_aft/bilder/themen/Jugendtierschutz/Tierschutz-AG_Stuhlkreis.JPGSchule will Jugendliche anleiten, Anderssein zu respektieren und Schwächeren zu helfen. Sie will Schülerinnen und Schüler befähigen, sich selbsttätig eine eigene Meinung zu bilden und diese auch zu vertreten. Sie will soziales Engagement und Zivilcourage fördern. Manche Jugendliche möchten diese Ziele konsequent vertreten, nämlich indem sie ihre Verantwortlichkeit auf Tiere ausdehnen. Sie hinterfragen, dass Tieren, die aufgrund ihres vergleichbaren Nervensystems Menschen vergleichbar empfindsam sind, gesetzlich erlaubt in vielen Lebensbereichen große Schmerzen, Leiden und Schäden zugefügt werden und ihnen ihr Leben genommen wird.

 

Nicht nur, dass bis heute in den meisten Schulbüchern die kritische Problematisierung der Mensch-Tier-Beziehung wenn überhaupt, dann nur rudimentär gestreift wird. Schülern, die sich schulextern informieren,  sich gegen Tierleid entscheiden und sich für Tiere engagieren wollen, fehlt sogar in Ganztagsschulen häufig die Möglichkeit einer angemessenen Beschäftigung mit den Themen Tierethik, Tierschutz, Tierrechte. Aber Schulen und besonders Ganztagsschulen wollen Lebenswelt im Kleinen repräsentieren. Engagieren sich Jugendliche ohne Hilfe ihrer Lehrer, so bleibt ihnen bisweilen jegliche Anerkennung versagt - so als sei Hilfe für notleidende Tiere ein Engagement zweiter oder dritter Klasse. 

 

tl_files/_aft/bilder/themen/Jugendtierschutz/Tierschutz-AG_Masken.JPGUnsere Gesellschaft toleriert und unterstützt in vielen Bereichen eine grausame Behandlung von Tieren. Und zwar obwohl das Wissen über die Bedürfnisse und Fähigkeiten von Tieren in den letzten Jahrzehnten um ein Vielfaches gewachsen ist. Kinder und Jugendliche stellt das vor Gewissens- und Solidaritätskonflikte, bei deren Lösung sie viel zu wenig Hilfe bekommen. Schule muss sich im Interesse der Schülerinnen und Schüler, aber auch im Interesse ihrer eigenen Glaubwürdigkeit dieser Probleme annehmen. Schließlich kann eine erfolgreiche Gewaltprävention den Umgang mit Tieren nicht ausklammern, da Tiere den Menschen gerade in ihrer Leidensfähigkeit ähneln.

 

Schüler und Tiere brauchen SIE!

Die selbstverständliche Integration vielfältiger Tierschutzthemen und die grundlegende Diskussion der Tierethik ist ein Erfordernis unserer Zeit. Achtung für Tiere arbeitet daran, zu den verschiedensten Themen, die im normalen Unterricht, aber auch von externen Tierschutzlehrern behandelt werden können, Unterrichtsmaterial bereitzustellen. Wir möchten Lehrerinnen und Lehrer, im Schuldienst aktiv oder bereits pensioniert, sowie Studierende herzlich einladen, uns bei diesem neuen Projekt zu unterstützen und ihre Kompetenz kreativ einzubringen. Es wird viel Arbeit sein, aber unsere bisherigen Erfahrungen an Schulen und bei Ferienspielen beweisen, wie nötig dieses Projekt zum Wohle der Tiere, aber auch zum Wohle der Schülerinnen und Schüler ist.

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